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Kurztrip nach Irland

G‘Day ihr Lieben, 


letze Woche entschieden mein Partner (den ich jetzt offiziell meinen Verlobten nennen darf) und ich uns dazu einen kurzfristigen Urlaub nach Irland zu buchen. 
Nachdem wir überlegt hatten, wo man zur Zeit günstig hinfliegen könnte, kamen wir zu dem Entschluss uns zwei Return- Tickets von der Billigairline „Ryanair“ zu kaufen, ein Apartment für zwei Personen anzumieten und somit das Land der Wiesen, Hafen und Kobolde - Irland - genauer unter die Lupe nehmen zu können. 
Anfang letzter Woche, am Montag, machten wir uns dann auf den Weg zum Flughafen nach Eindhoven, einer der kleinen Abflugorte der Fluggesellschaft in den Niederlanden. Die Fahrt dorthin mit dem Auto dauerte ca. zwei Stunden, war sehr angenehm und ging relativ problemlos von statten. Allerdings sind wir ziemlich früh losgefahren, was normalerweise perfekt gewesen wäre um nochmal gemütlich am Flughafen einen Kaffee trinken zu gehen zu können, ohne zu spät am Gate zu sein, aber es hätte ja keiner voraussehen können, was danach geschah... 
Nun ja... zunächst hatten wir unseren besagten Kaffee und stöberten ein wenig durch die Touri Shops, bis meine Eltern sich bei uns verabschiedet haben (vielen Dank übrigens für den tollen Fahrservice!!) und wir uns am Ryanair Schalter angestellt hatten. 
Von dort an kamen eher ein paar stressige Stunden auf uns zu. Nach fast einer Stunde warten am VISA/Check-In Schalter haben wir erfahren, dass wir uns garnicht hätten anstellen brauchen, da mein Parter sein Flugticket doch nicht von der Fluggesellschaft hätte abstempeln lassen müssen. 
Danach ging es also zügig zu den Sicherheitskontrollen, welche bis zum Maximum vollgepackt waren... Nach viel Gedränge (ich verstehe immer noch nicht wieso einige Leute immer die ersten sein wollen, obwohl sie als letztes dazu gekommen sind...) hatten wir dann endlich auch diese hinter uns und freuten uns auf den Flug. 
Allerdings fing es dann auch direkt nach unserer Ankunft in den Duty Frees und Gates sehr stark an zu schneien und die Sicht nach draußen wurde immer trüber... Somit wurde ein Flug nach dem anderen abgesagt. Unser Flug nach Dublin wurde allerdings nur immer wieder verschoben, dass wir somit nicht wussten, ob er auch ganz gestrichen werden würde, wie viele andere. 
Nach über fünf Stunden warten an den Gates, kamen dann endlich die Neuigkeiten auf den Anzeigetafeln, dass unser Flieger, mit drei anderen an diesem Tag, doch noch gehen würde. 
Erleichtert und in der Hoffnung, dass es bald losgehen würde, machten mein Partner und ich uns dann auf den Weg zu der Passkontrolle, welche merkwürdigerweise nur vor unserem Gate zu sehen war. Da ich mir erst einen neuen Reisepass habe erstellen lassen, wurde meiner von den Beamten besonders exakt unter die Lupe genommen, was auch mal ganz interessant war. 
Dann waren wir endlich am Gate und bereit zum boarden. Glücklicherweise sind wir relativ früh darauf aufmerksam geworden, dass das Gate auf den Anzeigetafeln angezeigt wurde und somit standen wir relativ weit in der Mitte der zu boardenden Passagiere. 
Allerdings ließ sich Ryanair ziemlich viel Zeit mit dem eigentlichen boarden, denn nach über 45 Minuten am Gate, müssten wir immer noch auf die Erlaubnis warten, den Flieger zu betreten. Zuerst kam die Maschine nämlich dich nicht und dann würden auch noch die falschen Passagiere in unsere Maschine „verladen“. Bis dann wieder alle den Weg nach draußen gefunden hatte, dauerte dies ebenfalls nochmal ein wenig. 
Nach dem ganzen warten ging es dann aber auch endlich los. Wir durften zum Flieger laufen, einsteigen, auf unseren gebuchten Sitzplätzen Platz nehmen und nach ein bisschen mehr Wartezeit ging es dann schon auf die Startbahn und in Richtung Irland.     
Der Flug war wirklich sehr angenehm und ging schnell vorüber. Dadurch dass wir so viel Verspätung hatten, erreichten wir Dublin gegen ca. 18:00-19:00 Uhr irländischer Zeit und hatten somit das Glück die Stadt vom Himmer aus glänzen zu sehen. 
 
Nachdem wir gelandet waren, mussten wir erstmal ein paar Minuten lang in Richtung Passkontrolle laufen, da die Gates im Dublin Airport sehr lang gezogen sind. Dort könnte ich dann die europäische elektronische Kontrolle zum ersten Mal ausprobieren, was sehr zügig ging, und musste anschließend nur noch auf meinen Partner warten, welcher sich an einem anderen Schalter einreihen musste. Nachher erzählte er mir, dass er noch verschiedene Fragen beantworten musste, bevor es das „Ok“ zu der Einreise nach Irland bekam.

Der beste Weg um zu unserem Apartment zu gelangen, war mit dem Bus. Dazu haben wir uns am Touristenschalter erst einmal informiert, wobei wir beide direkt gemerkt haben, wie befremdlich uns der irische Englisch Akzent ist. Obwohl wir beide Probleme hatten alles auf Anhieb zu verstehen, haben wir doch herausfinden können, wo wir hin mussten um den richtigen Bus nehmen zu können. 
Wir mussten aus dem Föughafen raus und einmal um ein Parkhaus herum, welches direkt neben dem Flughafen gebaut war. Von dort aus ging es dann in Richtung Innenstadt. Die Tickets haben wir direkt bei dem Fahrer bezahlt und ausgehändigt bekommen. Sie haben jeweils 2,85€ gekostet. 
Nach ca. einer halben Stunde mussten wir dann aussteigen. Ich muss aber dazu sagen, dass wir die ganze Zeit hochkonzentriert die Stationenanzeige mit unseren Augen verfolgt haben, denn die Haltestellen wurden jeweils auf Englisch und Irisch vorgelesen, was uns anfangs sehr verwirrte! 
Von unserer Station aus sind wir dann noch ca. 10 Minuten zu Fuß zu unserem Apartment gelaufen und könnten auch direkt einchecken. Bei unserer regulären Ankunftszeit (um 12:00 Uhr) hätten wir noch bis 16:00 Uhr warten müssen, also hatte die starke Flugverspätung auch etwas gutes. 
Wie mussten nur noch die Hausregeln unterschreiben, unsere Kaution zahlen und haben danach die Schlüssel überreicht bekommen, sodass wir endlich unser Gepäck ablegen konnten. 
Das Apartment war wirklich atemberaubend schön und das Preis- Leistungs- Verhältnis wirklich überragend! Wir hatten ein Doppelbett, Tisch mit Stühlen, eine Küchenzeile mit Besteck, Elektrogeräten und Kühlschrank und ein modernes kleines Badezimmer mit Dusche und inbegriffenen Handtüchern. Bereitgestellt wurden uns zwei Flaschen Wasser, Tee und Zucker. Ansonsten gab es eine Heizung, einen Ventilator, ein Bügelbrett und einen Föhn. 
Hier mehr zu unserem Apartment: 
An diesem Abend ging es dann zur Erfrischung und Entspannung in die Dusche und anschließend ins Bett. 
Am 12.12.2017, startete unser erster eventreicher Tag in Dublin, nachdem wir den morgen eher ruhig verbracht hatten. Angefangen haben wir mit einem Frühstück in einem super schönen Straßenkaffee, namens „Koffee&Kale“, auf das wir eher zufällig gestoßen sind. D Ich kann euch einen Besuch hier wirklich nur empfehlen, wenn ihr nach einem gesunden und ausgiebigen Frühstück mit tollem Kaffee sucht, seid ihr nämlich hier richtig! 

Nach unserem Frühstück gingen wir in Richtung Innenstadt, die von unserem Apartment zu Fuß sehr gut erreichbar war, und machten mehrere Halt’s in den verschiedensten Läden. Glücklicherweise war es in der Stadt nicht überfüllt, da momentan nicht die Urlauberhochsaison für Irland ist. Somit könnten wir gemütlich entlang der Einheimischen die Stadt erkunden und machten unseren ersten Sightseeing-Stopp in dem Dublin Casle, welches sich direkt in der Innenstadt befindet. Wir entschieden uns allerdings dafür, das Schloss nur von außen bewundern zu wollen, da wir noch so vieles vor hatten und die Besichtigung der inneren Räume kostenpflichtig ist. 
Wir hatten die Möglichkeit viele tolle Fotos zu machen, ohne viele Menschen im Hintergrund zu haben und konnten die romantische Atmosphäre des Dublin Castles spüren. 
Danach ging es weiter in die Stadtmitte in Richtung Trinity College Campus, auf dem sich die „Old Library“ und die „Books of Kells“ befinden. Viele von euch kennen die Bücherei sehr wahrscheinlich auch aus den Harry Potter Filmen. 
Wir hatten eigentlich Glück, denn wir waren mehr an der Bibliothek als an den Büchern interessiert, welche man in dem Zeitraum unseres Besuches für die Hälfte des regulären Preises betreten konnte, da die Bücher in diesen Tagen nicht zur Besichtigung zur Verfügung standen. 
Die Bibliothek in echt zu sehen, war wirklich auf einer Art und weise atemberaubend. Ich fand es aber schon ein wenig gruselig, wenn ihr ehrlich bin, obwohl wir bei weitem nicht alleine waren. Die ganzen Marmor Statuen von berühmten Persönlichkeiten, die neben jedem alten Bücherregal aufgestellt waren... die uralten, braunen, verstaubten Bücher, gelagert in mit alten Buchstaben beschrifteten Holzregalen... Da wurde einem schon ein wenig mulmig zu mute. Trotzdem war die Bücherei eine schöne Erfahrung und was ich besonders interessant fand war, dass die Bibliothek die wohl älteste Harfe Irlands ausgestellt hat. 
Zurück unter freiem Himmel und auf den leicht nassen Straßen, staunten wir über weitere wunderschöne Altbauten, die Dublin so zu bieten hatte. 
Mein Partner hatte relativ viel von Freunden und Bekannten über die Stadt gehört, aber trotzdem war es eine Überraschung dass wirklich an jeder, aber auch wirklich jeder Ecke entweder ein Pub oder Restaurant positioniert war! Deswegen könnten wir uns natürlich den Halt an einer Kneipe nicht entgehen lassen und entschieden uns dazu, nachdem wir den berühmtesten Pub Dublins, The Temple Bar, von außen, in all seinem Glanz, bestaunt hatten und wie die typischen Touristen für ein Foto vor ihm gepost hatten, einfach einen anderen Pub in der Nähe zu suchen, in dem es wahrscheinlich nicht nur Touristen gab und probierten unser erstes Guinness (Irisches Bier). Währenddessen spielte ein Musiker in der Gaststätte und die Atmosphäre war wirklich extrem entspannt und lud zum hinsetzen und genießen ein. Das taten wir dann auch für eine gewisse Zeit, bis wir wieder aufbrachen. 
Ich glaube viel mehr, dass euch interessieren könnte, haben wir an diesem Tag nicht mehr gemacht, denn wir waren noch Lebensmittel einkaufen, um ein wenig an den Verpflegungskosten einsparen zu können und entschlossen uns dann dazu, wieder zurück zu unserem Apartment zu laufen und dort unser Abendessen zu verspeisen. 

Für unseren zweiten Tag in Dublin, hatten wir von Deutschland aus schon eine Tour mit Darby O‘Gills zu den berühmten „Cliffs Of Moher“ gebucht, da diese bei Online-Buchung sehr günstig war. Wir haben, dadurch dass momentan nicht die Hochsaison für Touristen ist, nur 30,00€ bezahlt und dafür einen ganzen Tag voller Abenteuer geboten bekommen. 
Es fing damit an, dass der Bus pünktlich an dem vereinbarten Stopp angekommen war. Als wir ihn betraten, staunten weder mein Partner, noch ich, schlecht, denn der Bus war komplett luxuriös ausgestattet mit super bequemen Ledersitzen und WLAN. Wir machten es uns bequem, hatten fast den ganzen Bus für uns alleine und hatten die Möglichkeit einfach nur zu entspannen. 
Nachdem der Fahrer dann das Ziel angab und wir losfuhren, mussten wir zuerst weitere Reisende abholen. Allerdings kamen nicht mehr viele dazu, sodass die Gästeanzahl im Bus von ca. 8 auf 10 anstieg. 
Nach ca. einer Stunde fährt über die irische Schnellstraße inklusive Stau, fand der erste Fahrerwechsel in einem kleinen Vorort Dublins statt. 
Der neue Busfahrer stellte sich dann als unser Guide vor und endlich ging es dann auch los in Richtung „Cliffs Of Moher“. Dazu mussten wir einmal waagerecht das Land durchreisen, denn wer vielleicht schon einmal in Irland war weiß, dass die Klippen sich in der Nähe von Galway befinden und im County Clare an der Westküste angesiedelt sind. Wir haben an diesem Tag viele verschiedene County’s, gleichzusetzen mit deutschen Bundesländern. durchquert um an unser Ziel zu gelangen. 
Wenn ich mich nicht irre, dann waren es die County's of Dublin, Kildare, Laois, Offaly, North Tiperary, Limerick, Clare and Galway. 
Während unserer fünf Stunden langen Fahrt, machten wir einen kurzen Halt in einem kleinen Irischen Dorf, Moneygall, welche sich mit dem Besuch Barack Obama’s im Jahr 2011 schmückte. Dort kauften wir ein wenig mehr Proviant für die Reise ein und machten uns zügig wieder auf den Weg zum Bus. 
Von dort aus ging es direkt zu den Cliffs of Moher, an verschiedenen Schlössern und Burgen vorbei und den extrem grünen Feldern Irlands, welche von Steinen überseht sind. 
Kaum an der Küste angekommen, wurde es sehr stürmisch und nach Informationen über kleiner Städte die wir durchfuhren und Witze über Trump, erreichten wir dann unser Ziel: Die Cliffs of Moher. 
Wenn ich euch sage, dass wir fast weggeflogen sind, als wir aus dem Bus kamen, dann meine ich das nicht metaphorisch, sondern wortwörtlich! Mein Partner musste mich förmlich auf dem Boden halten und mitziehen, damit ich nicht anfange zu fliegen, bzw. fallen. So heftige Windböen habe ich noch nie erlebt. 
Als wir uns dann zu den Klippen durchgekämpft hatten, haben wir uns dazu entschieden den Weg zu nehmen, der komplett von Mauern umgeben war, in Richtung O‘Brien Tower. Das war auch eine wirklich gute Entscheidung, denn kaum an dem Aussichtspunkt angelangt, wurde der Wind erneut stärker und es fing zusätzlich noch an zu hageln. Das war aber überhaupt kein Problem, denn wir hatten genug Zeit um das Naturwunder, die Klippen, vorher zu bestaunen und entschlossen uns dazu, zu dem Informationscenter zurückzukehren und etwas warmes trinken zu gehen. 
Auch der Souvenirladen nebenan war interessant und so stöberten wir hier ebenfalls ein bisschen herum. 
Nach einer Weile entschlossen mein Partner und ich uns dazu wieder zum Bus zu laufen und wir waren nicht die einzigen mit dieser Idee. Es hat nicht lange gedauert, da waren wieder alle im Fahrzeug und es ging weiter zum Mittagessen in einen kleinen Ort in Galway. 
Nach einer Stunde Pause fuhren wir weiter und machten einen Stopp an wirklich schönen Steinformation in Burren, Clare. Dort konnten wir dann Fotos vom wilden Irland schießen. Normalerweise hätten wir die Felsen auch betreten können, was allerdings keiner gemacht hat, da es zuvor auch hier geregnet hatte uns alles nass und rutschig war. 
Unseren letzten kleinen Halt machten wir auf dem Rückweg an einem nostalgischen Schloss, dem Bunratty Castle. Von dort aus ging es zurück ins 2,5 Stunden entfernte Dublin, wo wir alle gemeinsam an einem Punkt in der Innenstadt raus gelassen wurde. Von dort aus ging jeder wieder seinen eigenen Weg. 
Mein Partner und ich entschieden uns dann dazu an unserem letzten Abend in Irland asiatisch essen zu gehen und später im Hotel auf die gelungene Reise und weiteres anzustoßen. 
Die letzte Nacht in unserem Apartment war, wie die anderen auch, sehr komfortabel und so konnten wir am nächsten Morgen frisch in den Abflugtag starten. 
Nach einem ausgiebigen Frühstück gingen wir dann in die Aprtmentlobby, welche sich in einem separaten Gebäude befand und checkten aus. Dazu müssten wir nur unsere Schlüssel abgeben und konnten anschließend zurück zu dem AirLink Bus laufen, mit dem wir auch einige Tage zuvor verlässlich angekommen waren. Für erneute 2,85€ pro Person ging es zurück zum Dublin Airport, an dem wir in Ruhe eingecheckt und alle Kontrollen durchlaufen haben. 
Dieses Mal kam der Flieger auch pünktlich und so landeten wir nach einem erneut sehr angenehmen Flug, wieder in Eindhoven, Holland. 
Dort mussten wir dann eine letzte Passkontrolle durchlaufen und machten uns kurz danach auf den Rückweg ins benachbarte Deutschland. 

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