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Long Island, Whitsundays

G'Day ihr Lieben, 

 

diesen Post habe ich im Oktober letzten Jahres (2019) verfasst, kurz nachdem mein Mann un dich aus dem Urlaub gekommen waren. Ein wenig spät, aber besser als nie! Viel Spaß beim lesen. 

 

 

 

Am 20.10.19 ging es morgens um 6:15 von Cairns los. Nachdem wir den Flughafen nach unserer Rückkher von Perth verlassen hatten, machten wir uns direkt auf den weg nach Long Island in den Whitsundays. Die 7,5h lange Autofahrt wollten wir einfach nur so schnell wie möglich hinter uns bringen und somit wechsekten wir uns regelmäßig mit dem Fahren ab und legten nur wenige Pausen ein.

 

DIE ANKUNFT

Gegen 14:30 erreichten wir dann Airlie Beach. Da uns von dem dem Resort auf Long Island empfohlen wurde unsere eigenen Lebensmittel mitzubrungen, kauften wir noch ein paar Kleinigkeiten ein. Gegen 15:30 erreichten wir dann Shute Harour. Von dort aus nahmen wir dann die Fähre zu unserem Endziel. Wir waren die einzigen Gäste auf dem Boot und so hatten wir eine nette Unterhaltung mit dem Besitzer von "Island Transfers". Die Überfahrt war sehr angenehm im Bezug auf den Wellengang und ging auch schnell vorbei. Nach 20 Minuten erreichten wir Long Island und wurden freundlich von dem Personal direkt am Strand empfangen. Von dort aus wurde unser Gepäck zu unserem Apartment gebracht und wir bekamen eine persönliche Einführung mit Willkommensgetränken von einem Mitarbeiter. 

 

Während der Einführung wurden uns dann Abläufe und Aktivitäten erläurtert die während des Aufenthaltes wichtig sind. 

 

Danach wurden wir zu unserem Apartment, dem "Hideaway", gebracht.

Dieses war sehr gut ausgestattet. Wir hatten ein Queen Bett, mehrere Sitzecken, eine Küchenzeile mit Kühlschrank und Utensilien und ein geräumiges Badezimmer. 

Zudem lag unser Apartment sehr abgeschnitten von dem Rest des Resorts, weswegen wir sehr viel Privatsphäre hatten. Wenn ihr mich fragt ist der Ausblick das Highlight des ganzen Apartments, denn wir hatten den direkten Blick auf die ganze Bucht!

 

Als wir unser Gepäck verstaut hatten, genossen wir noch den Sonnenuntergang und das Meeresrauschen während wir draußen unser Abendbrot aßen und dann früh zu Bett gingen.

MOLLE ISLAND NATIONAL PARK ENTDECKEN

Nachdem wir am nächsten Morgen von Wellenrauschen geweckt wurden und ein gemütliches Frühstuck auf unserer Terasse mit Meerblick genossen hatten, entschieden wir uns dazu die Insel zu erkunden und machten uns auf die Suche nach schönen Ausblicken und Stränden. 

Dazu mussten wir uns zuerst auf einer Liste im Hotel eintragen und Apartment, Namen, Uhrzeit und Walking track angeben, im Fall dass wir nicht zeitig zurückkehren, damit nach uns gesucht werden kann. 

Auf einer Seite beruhigt mich dass immer da ich weiß dass jemand nach uns suchen kommt, sollte etwas passieren, aber auf der anderen Seite macht es mich auf immer nervös, da es ja offentlichtlich die Nötigkeit gibt andere wissen zu lassen wo man sich aufhalten wird. Wir wurden den Tag zuvor darüber informiert, dass es auf der Insel, vor allem den unbelebteren Teilen, viel Wild gibt. Also mussten wir vor allem auf Schlangen, Guanas und Spinnen achten. 


Man hat die Möglichkeit in zwei verschiedene Richtungen zu gehen, da das Palm Bay Resort ziemlich mittig auf der Insel liegt. Entweder man geht richtung Norden- oder Süden der Insel. Wir entschieden uns zuerst für Sandy Bay, welche 2.9km im Süden vom Palm Bay liegt. Es gibt zur Zeit nur einen Weg zu dieser Bucht, was bedeutet dass wir den gleichen Weg wieder zurücklaufen mussten. Der Weg an sich war sehr verwachsen und ähnelt der tropischen Flora und Fauna, die man auch in den Atherton Tablelands findet. Was ich wirklich unbeschreiblich schön fand, war als wir durch einen Schmetterlingsschwarm liefen. Zuerst war nur ein Schmetterling zu sehen, bis mehrere dutzend um uns herflogen!

Als wir Sandy Bay erreichten hatten wir die ganze Bucht für uns alleine. Um uns herum, weitgehend Mangroven und natürlich der Ozean. Wir machten nur einen kurzen Stopp und kehrten dann wieder in Richtung Palm Bay zurück. 

Nachdem wir unsere Wasserflaschen wieder aufgefüllt hatten, entschieden wir uns dazu auch noch die Nordinsek zu erkunden, denn wir hatten genügend Zeit bis zum Anfang des Abendanbruchs. 


Unser erster Stopp war Pandanus Bay, welcher nur rund 450m von Palm Bay entfernt liegt. Auch diese Bucht, wie den Rest der ganzen Strecke, hatten wir für uns alleine. Dieser Teil der Insel war noch relativ zerstört von Cyclone Debbie, welcher 2015 seinen Weg durch die Whitsundays machte und viele Orte zerstörte. Es war sehr windig auf dieser Seite der Insel, aber trotz all der Verwüstungen vom Sturm immernoch sehr schön. Etwa 50m auf der anderen Seite der Wegkreuzung war Fish Bay. Umwachsen vom Mangroven wollten wir hier nicht unbedingt ins Wasser gehen, denn obwohl es eher unwahrscheinlich ist in den Whitsundays auf Krokodile zu treffen ist es nicht ganz auszuschließen... Nachdem wir wieder auf dem Hauptweg waren, machten wir noch einen kleinen Halt am Humpy Point. Dieser lag ein paar hunderte Meter entfernt. Leider war aber der eigentliche Ausblickspunkt total zugewachsen und wir konnten nichts sehen. Somit liefen wir wieder zurück und in Richtung Happy Bay. 


Dort trafen wir auf ein geschlossenes Resort, welches damals von Cyclone Debbie sehr mitgenommen wurde. Ich fühlte mich wie in einer Geisterstadt! Der Ort war sehr geheimnisvoll. Von außen sahen die leicht gelben Gebäude garnicht mal so beschädigt aus. Jedenfalls nicht so, wie man es von einem Ort annimmt, der wegen eines schlimmes Sturms geschlossen wurde. Überall waren Schilder aufgestellt, auf denen einem der Eintritt ins Resort verboten wurde. Wir liefen dann an den Absperrungen entlang auf der Suche nach dem Strand. Uns wurde nämlich von der Palm Bay Rezeption erklärt, dass wir am Strand entlang laufen müssten um den Spatziergang von hier aus vortsetzen zu können. Außerdem wurden wir darauf hingewiesen, dass es an dem verlassenen Ort einen Wächter gibt, der aufpasst das sich keine Inselgäste in dem Privatgrundstück "verlaufen". Nach einem kleinen Stückchen erreichten wir dann den Strand. Wir entschieden uns dazu aber noch ein wenig weiter zu laufen, da wir in der Entfernung eine interessante Holzbrücke erblicken konnten. Als wir diese erreichten stoßen wir nur auf weitere Schilder, die die Brücke absoerrten, da sie als einsturzgefährdet galt. 

Der Strand auf dieser Seite der Insel war sehr lang und es waren viele Korallen, Seetang und Muscheln an Land gewaschen worden. Vom hier aus hatte man zudem einen sehr guten Blick auf das alte Resort mit seinen Lokalen, Räumen und der Rezeption. 

Ab und zu mussten wir ein wenig durch den Ozean laufen, da einige Bäume bis ins Meer gewachsen waren. 


Dann fanden wir auch glücklicherweise die Beschilderung für den nächsten Abschnitt unseres Weges, dem "Long Island Circuit". Dieser war 3,5km lang und brachte uns letzendlich wieder zu dem verlassenen Resort zurück. Um ehrlich zu sein, ist dieser Teil der Insel zwar schön, aber nicht ganz so spektakulär, abgesehen davon, dass er zu Beginn für eine Weile an den Meeresfelsen entlangführt. Der Weg ist sehr steinig und verwachsen und dadurch dass nur noch wenige Leute ihn benuzten, auch sehr befallen von Spinnen und ihren Netzen. Glaubt mir, ich habe mich einige Male erschrocken wenn ich dann ein dickes weißes Netz auf meiner Haut kleben hatte und dann plötzlich eine fette schwarze Spinne auf mir herumkrabbelete!! 

Wir schlossen dann gegen späten Nachmittag den Circuit ab und erreichten gegen 17:30 Palm Bay, wo wir uns dann auf der Liste austrugen und zurück zu unserem Apartment gingen. Nach einer angenehmen dusche entschieden wir uns dann dazu in dem Resort essen zu gehen und genossen das Tagesangebot An Holzofen Pizza, sowie Chicken Parmi und kühles Bier.


Falls ihr die Möglichkeit habt die Insel zu Fuß zu erkunden, stellt sicher, dass ihr festes, gemütliches Schuhwerk und eine Kopfbedeckung tragt und genügend Wasser zum trinken dabei habt.Außerdem empfiehlt es sich, sich definitiv auf der Liste einzutragen für den Fall der Fälle.

POOL UND WASSER TAG

Tag zwei bestand dann aus genau dem Gegenteil von dem was wir am ersten Tag erlebten. Wir verbrachten den ganzen Tag im, bzw. in der Nähe von Wasser. Nachdem wir erneut unser selbstgemachtes Frühstück auf der Terasse unseres Apartments genossen hatten, liefen wir langsam in Richtung Strand. Mit einer leichten sehr angenehmen Brise Wind und genug Sonnenkreme fühlte es sich so gut an in der Sonne am Wasser entlang zu laufen.

Nachdem wir die neue Meeresschaukel vom Palm Bay Resort für uns ausprobiert hatten, ging es an die kostenlos verfügbaren Kayaks. Mein Mann und ich nahmen uns ein Doppelkayak und wir paddelten gemeinsam in Richtung offenes Meer. Die Bucht von Palm Bay besteht aus Riff und da das Wasser sehr klar ist, kann man viel sehen! Allerdings darf man nur bis zur letzten Makierung der Bucht paddeln und da die diese relativ klein ist, erreicht man schnell das Ende. Somit war unser Abenteuer auf dem Meer nicht ganz so lang. Wieder an Land, entschieden wir uns dazu den Resort Pool auszuprobieren. Auf dem Weg dorthin fühlte es sich an als hätten wir die ganze Insel für uns alleine, da überall um uns herum kleinenRegenwaldgärten gepflqnzt waren. Wir bestellten zuerst Cocktails und genossen die entspannte Stimmung des Schwimmbereichs, bis wir uns schließlich ins salzige Wasser wagten. Den Pool hatten wir zudem für eine ganze Weile für uns alleine. Nachdem wir mit dem schwimmen fertig waren, bestellten wir uns erneut, wie auch an dem Abend davor, eine Holzofenpizza. Diese nahmen wir mit in unser Apartment und ließen den Tag langsam mit Meereblick, Pizza und einem guten Buch in der Hand ausklingen. 


Das Palm Bay Resort bietet an sich keine rund um Verpflegung an, worauf wir auch schon vor unserer Ankunft drauf hingewiesen wurden. Uns wurde empfohlen unsere eigenen Lebensmittel mitzubringen. Als wir am Sonntag Nachmittag dann die Insel erreichten, erhielten wir Menüs die mehr enthielten, als zuvor erwähnt. Allerdings gibt es mehr Auswahlt im Bereich von warmen Mahlzeiten. Frühstück ist nur an bestimmten Tagen erhältlich (z.Z. Freitag, Samstag, Sonntag), weshlab es sich definitv empfiehlt genügend Verpflegung im Voraus auf die Insel zu bringen. Sollte man etwas bestimmtes vergessen haben, gibt es auch die Möglichkeit die Basics im Hauseigenen kleinen "Supermarkt" zu erwerben. Allerdings ist dies, wie man sich schon vorstellen kann, teurer als im Normalhandel.


In den Apartments gab es kleine Barkühlschränke in denen man seine Lebensmittel verstauen konnte. Zudem waren die Räume mit Toaster, Wasserkocher und Geschirr ausgestattet. Man konnte kleine Dinge direkt vor Ort zubereiten, oder die Resortküche für Gäste nutzen. Fernseher und Internet in den Räumen gab es nicht, worüber wir im Vorhinein informiert wurden. Wenn ihr also Internet möchtet, müsst ihr euer eigenes nutzen und wer einen Film schauen will sollte seinen Computer oder ein anderes Gerät mitführen.

BOWEN UND HEIMWEG

Am Mittwoch checkten wir dann gegen 8:30 morgens aus. Spätestens muss man seinen Raum um 10:00 Uhr verlassen haben.Wir konnten unser Gepäck vor der Tür lassen, denn es wurde von dem Inselpersonal abgeholt und auf unser Boot nach Shute Harbour geliefert. Wir nahmen den gleichen Transportweg, wie auf unserem Hinweg. Dieses Mal teilten wir die Fähre mit zwei älteren Damen.

Glücklicherweise war der Wellengang in richtung Hafen erneut sehr geschmeidig. Nach 20 Minuten Schifffahrt erreichten wir dann wieder den Parkplatz, auf dem wir für die drei Nächte kostenlos parken konnten und machten uns auf den Weg nach Bowen, einer kleinen schönen Küstenstadt in Queensland.


Ein Teil der Familie meines Mannes lebt in Bowen. Somit entdeckten wir bei unserem letzten Besuch in 2017 ein tolles Café direkt am Meer und freuten uns auf einen schönen Brunch an der Horseshoe Bay, bevor wir dann anschließend alle besuchten. Unser Frühstück enttäuschte uns keinesfalls und auch der Spatziergang zu dem Ausblick der Bucht tat gut und war es auf jeden Fall wert, bevor wir unsere 7h Autofahrt zurück nach Hause antraten.