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Perth, Fremantle und Rottnest Island

G'Day ihr Lieben, 


in den letzten zwei Wochen hatten mein Mann und ich unseren gemeinsamen Urlaub! Es war so schön einfach mal wieder mehr Zeit für einander zu haben und dem stressigen Alltag der letzten Monate zu fliehen. Es ist wirklich unglaublich, wie schnell man doch in einen Trott kommt und wie schwer es ist diesem ab und zu mal wieder zu entfliehen. 


Jedenfalls kann ich beruhigt sagen, dass wir dies erfolgreich auf die Reihe bekommen haben und hatten eine sehr entspannte Zeit. Und dass auch, obwohl wir viel gereist sind.


Alles begann damit, dass wir bereits unseren Inselaufenthalt in den Whitsundays gebucht hatten, worüber ihr in nächster Zeit mehr erfahren werdet. Da wir aber einen eher kurzen Aufenthalt geplant hatten, wollten wir noch einen anderen Ort entdecken. Perth, beziehungsweise der Staat von Westaustralien hat meinen Mann und mich schon seit einer Weile gereizt. Man hat bereits von so vielen Menschen gehört, dass es dort wirklich toll sein soll und somit konnte ich nicht widerstehen als ich bei der Arbeit durch Zufall für genau die Tage an denen wir noch reisen wollten einen Flugdeal mit Jetstar direkt nach Perth und zurück nach Cairns gesehen hatte. 

Ich klärte dann alles schnell mit meinem Mann ab und einige Minuten später stand es dann fest: wir fliegen nach Perth. Der einzige "Haken" an dem Special war, dass wir nur zwei volle Tage in Perth verbringen konnten und nach unserer Ankunft in Cairns direkt zum 7,5h entfernten Shute Harbour fahren mussten um den zweiten Teil unser Reise zu beginnen, aber wir entschieden uns dazu, dass es uns das Geld und den Aufwand wert war und im Nachhinein bin ich überglücklich damit! 


Jetzt rede ich aber nicht nicht mehr um den heißen Brei, sondern berichte euch von unseren Erlebnissen und Wahrnehmungen. 


DIE ANREISE

Am 17.Oktober machten wir uns Abends auf den Weg nach Cairns, da unser Direktflug mit Jetstar nach Perth um 20:10 Uhr los flog. Der Flug war komplett ausgebucht, aber die 5h vergingen sehr schnell und der Flug war angenehm. Auch der Service war spitze! Ich kann nur immer noch nicht realisieren, wie groß dieses Land eigentlich ist! 

Als wir unser Ziel gegen 23 Uhr erreichten, bestellten wir einen Uber der uns dann ins unser Hotel, das Pensione Hotel Perth, brachte. Während wir eincheckten erhielten wir ein kostenloses Room Upgrade von einem Queen zum King room. Die Hotelkosten umfassten zudem kostenloses Internet für die gesamte Zeit in Perth, sowie morgendliches Frühstück. 

In der Nacht ließen wir es uns gut gehen und bestellten kurz bevor wir zu Bett gingen noch Uber Eats (etwas, was es in unserer Umgebung Zuhause nicht gibt). 


ROTTNEST ISLAND

Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Das war leichter als gedacht, denn wir hatten einen, obwohl er nur kurz war, guten Schlaf. Nachdem wir gefrühstückt hatten, und ich muss sagen, die Auswahl und Qualität war wirklich klasse,  machten wir uns auf in Richtung Hafen zum Rottnest Island Express. Dort trafen wir als eine der ersten ein und bevor die Menschenmengen ihren Weg durch das Ticketbüro machten. Das Boot war für den Tag komplett ausgebucht und wir hatten Glück gute Sitzplätze zu bekommen. Für ca. eine Stunde machten wir langsam unseren Weg entlang des Margaret Rivers in Richtung Fremantle. Nachdem wir die Passage in Fremantle durchquert hatten, brauchten wir weitere 30 Minuten auf offener See, bis wir Rottnest Island erreichten. Die Umrisse der Insel konnte man schon von weitem erblicken, was uns einen Einblick davon gab, wie groß Rottnest eigentlich ist! Wir hatten uns zuvor Fahrräder von Rottnest gebucht, damit wir um die Insel radeln konnten und uns genug Zeit für alle schönen Stellen auf der Strecke nehmen konnten. Diese holten wir dann direkt ab, nachdem wir andockten. Um einmal um die ganze Insel zu radeln, musste man 22km hinter sich bringen, und da wir so viel sehen wollten, wie nur möglich, entschieden wir uns für diese Strecke. Unsere Fahrräder waren etwas älter, aber funktionierten ganz gut. Das meines Mannes besser als meins, aber beide überlebten die Fahrt um die Insel. 


Tipp: 

Für diejenigen, die nicht so viel radeln möchten, aber trotzdem alles von der Insel sehen wollen, gibt es den Island Explorer Bus. Dieser hält an den verschiedenen Stränden, operiert nach dem  Hop-On und Hop-Off Verfahren und fährt zur Zeit alle 30 Minuten eine Runde. 


Nachdem wir Thompson Bay Settlement, unseren Startpunkt, verließen, radelten wir in Richtung des ersten Schnorchelbereichs - Parker Point. Wir waren so fasziniert von der wunderschönen Natur der Insel! Damit meine ich traumhaft schön! Man fühlte sich, wie in einem Paradies, in dem der Mensch noch nicht viel berührt hatte. Außer einer Straße entlang der Insel gab es, außer in der Nähe des Settlements nichts. Das einzige, was Bestand hatte, waren einige Toilettenhäuser und ein alter Railway track. 


Oftmals hielten wir mit unseren Rädern an um Fotos von der Aussicht zu machen. 

Das Wetter war an diesem Tag perfekt - nicht zu heiß oder zu kalt und eine angenehm kühle Brise Wind wehte uns um die Ohren. Das einzige auf das wir achten mussten, waren unsere Hüte. Während wir die Hügel hinunter düsten, verlor ich meinen Sonnenhut und auch mein Mann schaffte es zum Ende hin seinen Akubra (einen typisch australischen Hut) zu verlieren. Wir fanden alle beide wieder, aber die Art und Weise wie sie uns vom Kopf flogen war schon legendär! 


Welcher der Strände uns am besten gefiel, ist schwer zu sagen, denn wie schon erwähnt, war die ganze Insel einfach atemberaubend schön und an jeder Ecke gab es einzigartige Ausblicke. Die Hotspots der Insel sind auf jene Fall empfehlenswert. Möchtet ihr aber eher etwas mehr zweisame Zeit genießen ohne große Menschenmengen in der Nähe, würde ich Salmon Bay empfehlen. Dort verbrachten wir am meisten Zeit und hatten das Gefühl die Weiten für uns alleine zu haben. Es waren zwar ein paar Leute dort, aber dadurch dass sich die Bucht so lang zieht, verteilen diese sich gut. Das Meer war kristallklar und man konnte bis in die Ferne sehen. Nachdem wir uns für einige Zeit im kalten Ozean abkühlten und am weißen Sandstrand entlang liefen, machten wir uns auf um den Rest der Insel zu erkunden. 

Wir stoppten an einigen Seen auf der Insel. Einer davon war pink. Wer Australien Bilder schon mal gegoogelt hat, weiß bestimmt wovon ich rede. Ich glaube es gibt mehrere pinke Seen auf dem Festland, bin mir allerdings nicht ganz sicher. 


Nach 3,5 Stunden hatten wir dann unsere Runde um Rottnest beendet und entschieden uns für Mittagessen in einem italienischen Restaurant in der kleinen Siedlung nahe des Stegs. Es gab viel Auswahl von Bäckereien zu Eisstielen und richtigen Restaurants. Uns sprach am meisten etwas deftiges an, weswegen wir uns eine Pizza und einen Salat bei Frankie's on Rotto bestellten. Während wir auf dem Rest der Insel kaum welche sichten konnten, war die Siedlung voller Quokkas! Das sind kleine Wallabies, die zu der Gruppe der Beuteltiere gehören. Rottest Island ist ein besonders beliebt Ziel um diese kleinen netten Tierchen zu sichten und glaube jeder hat schonmal von den berühmten Quokka-selfies gehört?!


Nach unserer Mahlzeit bummelten wir noch ein wenig entlang der Siedlung, bis wir uns letztendlich auf einer Parkbank direkt am Strand niederließen und auf unsere Fähre zum Festland warteten. Die Rückfahrt über den Ozean nach Fremantle war etwas heuprig, da wir hohen Wellengang hatten, aber alles auszuhalten ohne Seekrank zu werden! 


Tipp: 

Nehmt auf jeden Fall genügend Wasser mit euch mit! Es gibt leider nur am Beginn und kurz vor Ende der Strecke die Möglichkeit eure Flaschen wieder mit trinkbaren Wasser aufzufüllen. In allen WC anlagen, die auf der Insel weit verteilt sind, wird darauf hingewiesen, dass das Wasser nicht trinkbar ist. 


FREMANTLE UND ABREISE

Am nächsten morgen machten wir uns in aller frühe auf nach Fremantle. Es gibt einen direkten Zug der regelmäßig alle 30 Minuten von Perth aus direkt nach Fremantle fährt. Die Tickets für Hin- und Rückfahrt kosteten und 9AUD pro Person und können ganz einfach an den Bahnstationen gezogen werden. Nach kurzer Zeit (ich glaube es waren zwischen 20-30 Minuten) trafen wir dann in Fremantle ein. Glücklicherweise trifft man direkt auf eine Stadtkarte mit allen Attraktionen und von dem Bahnhof ist zudem alles zu Fuß zu erreichen! Zuerst liefen wir über den bekannten ,,Coffee Strip". Dort gibt es, wir der Name schon raten lässt, viele Cafés und Restaurants. Da wir nicht wirklich einen Plan hatten, was genau wir in Fremantle sehen wollten, liefen wir einfach in die Richtungen, die uns ansprachen und landeten somit bei den populären Fremantle Märkten. Dort gab es wirklich alles - von frischem Obst und Gemüse, bis hin zu warmen Essen und Weinständen, aber auch Kleidung und andere Dinge wurden verkauft. Mir vielen die wunderschönen Muffins an einem Stand besonders ins Auge - wir kauften zwar keine, aber ich war von der Kunst und Mühe beeindruckt, die in ihnen Steckte! Generell war viel mit Liebe gemacht und ich habe es wirklich genossen entspannt durch alle Stände zu stöbern. 


Nachdem wir Märkte hinter und ließen, ging es in Richtung Fremantle Prison. Das Gefängnis hat eine lange Geschichte in Westaustralien und wurde von britischen Sträflingen erbaut. Heutzutage gilt es als Kulturerbe und man kann an verschiedenen Touren durch die Gefängniswände teilnehmen. Wir nahmen an zwei verschiedenen Teil. Die erste Tour führte uns durch die gesamte Anlage und zeigte uns, unter welchen Konditionen die Gefangenen im laufe der Zeit gelebt haben. Da die Tour uns so gut gefiel, entschieden wir uns dazu an einer zweiten teilzunehmen, die sich mehr auf die ehemaligen Insassen konzentrierte. Beide kann ich definitiv empfehlen! Nachdem wir unsere Touren beendet hatten, holten wir uns lunch auf Coffee Strip und marschierten in Richtung Promenade um wieder zurück zum Bahnhof zu gelangen. Dort gab es einen schönen Stadtpark, der sehr beliebt zu seinen schien. Wir hielten allerdings nicht an, da unser Zug in Richtung Perth schon auf uns wartete. Da wir ganz früh am morgen wieder nach Cairns flogen, entschieden wir uns dazu früher nach Perth zurückzukehren um uns vorher ein wenig im Hotel ausruhen zu können. Nachdem wir uns ein super leckeres uns spezielles Eis in bei der Whisk Ice Creamery geholt, und die Innenstadt mehr erkundet hatten, ruhten wir uns aus, bis wir um 23 Uhr unseren Uber zurück zum Flughafen nahmen und unseren 4 Stunden Flug nach Hause antraten. 


Perth und Umgebung haben uns wirklich sehr gut gefallen und wir haben uns vorgenommen in naher Zukunft definitiv zurückzukehren - und dann auch für etwas länger.