· 

Kreuzfahrt aus Circular Quay, Sydney - Eine Arbeitsreise

G'Day ihr Lieben, 

 

Diesen Post habe ich letztes Jahr im November verfasst, während ich auf meiner ersten Arbeitsreise unterwegs war. 

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen und freue mich darüber meine Erfahrungen mit euch teilen zu dürfen. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte von der Arbeit aus reisen zu dürfen!

 TAG 1 - ERLEBNIS KREUZFAHRT 

Am Morgen vom 09.11.2019 bin ich in Sydney gelandet für meine erste Arbeitsreise überhaupt und ich war ziemlich aufgeregt! Nachdem mein Mann mich um 4 Uhr morgens nach Cairns zum Flughafen gebracht hat, ging es mit Jetstar direkt nach Sydney. Der Flug dauerte 2 Stunden 45 und war ganz in Ordnung - ich verstehe nur nicht ganz, wie manche Leute morgens um 6:30 schon eine starke Alkoholfahne haben können... 

Nachdem ich in Sydney mit einer Arbeitskollegin angekommen war, ging es mit dem Zug direkt nach Wynyard und in die nahegelegene Travelodge - von hier aus kann man wirklich alles gut zu Fuß erreichen - Circular Quay, Darling Harbour und die Innenstadt, falls man ein wenig einkaufen gehen möchte. Die Unterkunft an sich war etwas älter und ein wenig mitgenommen, aber sehr sauber und auch gemütlich! Wir hatten ein schönes Bad, zwei gemütliche Betten, genügen Verstaumöglichkeiten und eine Kaffee und Tee Station. Zudem gab es einen Fernseher, Safe und Bügeleisen. Jeder der also nach etwas gut bezahlbarem in der Innenstadt auf 3 Sterne Level sucht, dem würde ich auf jeden fall dieses Hotel empfehlen. 

Da wir gegen zwölf ankamen, aber unser Zimmer nicht vor 14 Uhr fertig war, wurde uns angeboten dass wir unsere Koffer in der Zwischenzeit im Gepäckraum abstellen können. Das war wirklich super, denn somit hatten wir due Möglichkeit um Sydney problemlos zu entdecken. 

Zuletzt war ich für einen kurzen Stopp im Jahr 2016 in der Metropole und davor verbrachte ich mit meiner Austauschorganisation 3 Tage in Sydney und Umgebung und ich muss sagen, dass sich wirklich innerhalb dieser Zeitabschnitte sehr viel geändert hat! Zur Zeit gibt es hier viele Baustellen und ich bin mal gespannt wie alles aussieht wenn ich das nächste Mal zu Besuch bin.

Sydney bringt immer eine sehr schöne Nostalgie in mir auf, da ich hier 2013 das erste mal australischen Boden betrat und somit mein Abenteuer und neuer Lebensabschnitt begann. 

Deshalb kehre immer gerne zurück und schaue mir gerne das Opernhaus, die Harbour Bridge und Darling Harbour an!! 

Genau das haben wir dann auch gestern getan. Zuerst holten wir Mittagessen bei Subway am Circular Quay und liefen dann zum Opera House. Wir setzten uns auf die Steinmauer entlang des Opernhauses, von welcher aus wir den perfekten Ausblick hatten. 

Mein Tipp: Seit vorsichtig in Gegenwart der Möwen, denn diese haben mir buchstäblich mein Sandwich aus dem Mund gehauen und dann anschließend innerhalb von Sekunden verschlungen!

Nachdem wir eine kleine Fotosession eingelegt hatten um schöne Bilder zur Erinnerung zu schiessen, ging es in Richtung King Street zum shoppen, da wir vor der anstehenden Helloworld Frontliners Konferenz noch ein paar Dinge brauchten. Nach ein paar Stunden auf den Straßen Sydney's, machten wir uns zurück auf den Weg zum Hotel, checkten ein und machten eine kleine Erholungspause, bis es dann zum Abendessen am Darling Harbour ging. Dort aßen wir bei einem Steakhouse mit direktem Blick auf den ganzen Hafen und wurden Zeugen von der Dämmerung, die ganz langsam die wunderschönsten Lichter der Skyline Sydneys hervorbrachte! Am gleichen Abend erlebte ich mit hunderten anderen Menschen das größte und bisher auch schönste Feuerwerk, dass ich je gesehen habe! Den Abend ließen wir mit Schokoladenübergossenen Erdbeeren und Blick auf die Skyline ausklingen...

TAG 2 - LASS DIE KREUZFAHRT BEGINNEN

Wir standen früh auf und machten uns fertig fürs Frühstück. 

Den Abend zuvor hatten wir um einen späten check-out gebeten, damit wir unser Gepäck nicht mit uns tragen mussten und das Hotel war sehr hilfsbereit. Starbucks war direkt nebenan, weshalb wir uns dazu entschieden hier Frühstücken zu gehen. Ich hatte einen Bagel und Kaffee-Frappé und ein wenig Obst. Das Frühstück war sehr gut und ich muss sagen, dass im Gegensatz zu Deutschland, Starbucks für australische Verhältnisse garnicht mal so teuer ist. 

Nachdem wir mit unserem Frühstück fertig waren, hatten wir noch ein wenig Zeit im Hotel, die wir damit verbrachten uns auszuruhen, bevor der große Tumult los ging. Wir bestellten einen Uber, der uns zum Overseas Cruise Passenger Terminal am Circular Quay brachte. Wir hätten den Abreisepunkt aber auch zu Fuß erreichen können.. Nach ein paar Minuten waren wir dann auch vor Ort und standen vor der gigantisch und atemberaubenden Ovation of the Seas, ein Kreuzfahrtschiff von Royal Caribbean, auf welcher das Helloworld Frontliner Forum 2019 gehalten wurde. 

Das Schiff kann bis zu 4.905 Passagiere und Crew tragen, ist also absolut riesig! 

Das Boarding stellte ich mir viel schwerer vor, aber es war wirklich extrem gut organisiert und lief reibungslos. Zuerst mussten wir zum Helloworld Stand um uns unsere Travel Agent Karten abzuholen. Danach ging es weiter zur Gepäckaufgabe. Nachdem unsere Koffer auf dem Weg ins Schiff waren, ging es zu unserem Check-in. Auf dem Weg dorthin stand überall personal und hat einen freundlich auf den richtigen Weg hingewiesen. Am Check-in wurden wir von einer Dame empfangen, die Fotos von uns machte und unsere Tickets erneut checkte. Von dort aus liefen wir mit unserem Handgepäck durch die Kontrollen und direkt auf das Kreuzfahrtschiff. Ich glaube der ganze Prozess hat zwischen 5-10 Minuten gedauert und dann waren wir schon an Board. Als wir das Schiff betreten hatten, mussten wir erneut unsere Tickets zeigen und es wurden weitere Fotos gemacht, aber dann konnten wir uns entspannen und das Innere des Schiffes auf uns wirken lassen. 

Mein erster Eindruck als wir die Halle von dem Schiff betraten, war einfach nur WOW! Ich hatte von vielen Leuten zuvor gehört, wie gigantisch die Kreuzfahrtschiffe von Royal Caribbean seien, aber trotzdem hat es alle meine Erwartungen übertroffen! Es für sich selbst sehen zu können ist dann doch immer noch etwas ganz anderes. 

Der Stil der Eingangshalle war sehr elegant und luxuriös. Man fühlte sich wie im Film! 

Wir waren anfangs ein wenig verloren, denn wir wussten nicht so ganz wohin mit uns. Wir hatten noch keine Zimmerschlüssel erhalten, weswegen wir uns dazu entschieden ein wenig durch das Schiff zu laufen und es zu erkunden. 

Die Zimmer wurden um genau 13 Uhr freigegeben. Zuvor waren alle Zimmerflure geschlossen. 

Wir befanden uns mittig des Schiffes, als wir versuchten zu unserem Zimmer zu gelangen, welches im vorderen Bereich lag. Auf dem Weg trafen wir aber auf keinen der anderen 4000 Passagiere and Board. 

Vor unserer Zimmertür war ein Umschlag mit unserer Onboard ID. Mit dieser waren wir in der Lage die Tür zu öffnen. Wir hatten ein Zimmer mit Balkon und direktem Blick auf das Opernhaus in Sydney, welches alle Erwartungen übertraf! In dem Raum befand sich ein kleines Bad mit Dusche, Waschbecken und Toilette, eine Couch, zwei Schränke, zwei Einzelbetten und eine Kommode mit Stuhl und Spiegel. 

Nachdem wir unsere Kleidung eingeräumt hatten, machten wir uns auf die Suche nach etwas zum Mittagessen. Wir setzten uns nach draußen ans Ende des Schiffs und genossen den Blick auf die Harbour Bridge. Kurz bevor das Schiff ablegte, mussten alle Passagiere zum Notfalltraining. Dazu wurden wir von Beginn an in Gruppen aufgeteilt und jeder musste zu seiner "Assembly Station" kommen. Dort wurde vermerkt wer da war, denn es ist Pflicht an diesem Training teilzunehmen. 

Uns wurde gezeigt wo wir uns versammeln müssen für den Fall dass ein Notfall eintritt und wir das Schiff verlassen müssen, wie genau man Rettungswesten anzieht, u.s.w.

Nach 15 Minuten war alles vorbei und jeder konnte sich wieder frei auf dem Schiff bewegen. 

Ich machte mich auf eigene Faust unterwegs und erkundete alle Ebenen des Giganten. 

Es gab 16. Ebenen mit Spa, Gym, Sauna, Pools, allerlei Restaurants, Bars und Cafés, Arkaden, Shoppingmeilen, Discos und Theatersälen. Ich habe bestimmt etwas vergessen, denn das Schiff war im Grunde eine kleine Stadt. 

Wir hatten nicht all zu viel Freizeit, denn am Abend begann unser Programm der Konferenz. 

Alles begann mit einer Cocktail Function im Sauna- und Poolbereich. Überall waren Stände mit alkoholischen Getränken aufgebaut und das Fingerfood Buffet war Weltklasse - sehr stilvoll und klassisch präsentiert und es gab für jeden etwas! 

Allerdings blieben wir nicht all zu lange dort, denn wir wollten noch den Spabereich am gleichen Abend austesten. Das Angebot war wirklich riesig und wir entschieden uns letztendlich dazu in die Ultrarote und Dampfsauna, welche an einem anderen Teil des Schiffs lag, zu gehen und die beheizten Mosaikbetten auszuprobieren. Ich muss aber sagen, dadurch dass an Bord alles in Amerikanischen (US) Dollar berechnet wird, waren die Preise dann doch sehr hoch. Eine Massage für 60 Minuten hätte uns pro Person um die 300 australischen Dollar, also ungefähr 180/190€ gekostet. 

Die Sauna war aber sehr gut und ich genoss den Abend lesend auf einem der Mosaikbetten. 

TAG 3 - MEETING DAY

Dieser Tag auf dem Schiff bestand aus vielen Meetings für die Arbeit. Alles begann am vorderen Teil des Schiffs. Am Morgen war die See sehr rau und ich fühlte mich ein wenig Seekrank. Zum Glück wusste ich von ehemaligen See-Jobs damit umzugehen und somit war es dann nicht ganz so schlimm. Alle Reisebürokaufleute trafen sich im Theater, wo wir uns mehrere Präsentationen und Vorträge anhörten. Sehr viele von diesen waren sehr inspirierend und im Bezug auf persönliche Ziele im Leben. Mir wurde bewusst, dass man wirklich alles schaffen kann, wenn man es nur stark genug will. 

Nach der ersten Pause und dem Mittagessen wurden wir in Gruppen aufgeteilt und wurden in die verschiedensten Meetingräume aufgeteilt. Eines davon beinhaltete ein Quiz - meine Arbeitskollegin und ich waren glücklich genug, um jeweils einen Freiflug mit Etihad zu gewinnen. Das Ziel: irgendwo wo die Fluggesellschaft hinfliegt. Somit hatte ich direkt Deutschland im Kopf, denn mein Mann und ich hatten sowieso geplant die Familie nächstes Jahr zu besuchen. Nachdem die Meetings beendet waren, hatten wir ein wenig Freizeit um uns für das Abendessen fertig zu machen. Dresscode war Semi-Formal. 

Gemeinsam, mit der ganzen Helloworld Gruppe, aßen wir in einem der schickeren Restaurants an Bord und bekamen jeweils A-La-Carte Gerichte mit Vor-, Haupt- und Nachspeise. Das Essen war wirklich sehr gut und der Service war Weltklasse. Von den über 200 Tischen im Raum teilte sich schätzungsweise jeder zweite Tisch einen Kellner. Lange warten auf die Gerichte mussten wir überhaupt nicht, was ich mit eigentlich bei ca. 600 Gästen etwas stressig vorstelle! 

Nachdem wir mit dem Abendessen fertig waren, hatten wir Freizeit und konnten tun und lassen, was wir wollten. Ich war aber so müde von dem ganzen Tag und fühlte mich immer noch nicht in Bestform, weshalb ich beschloss früher ins Bett zu gehen um den letzten Tag auf der Ovation of the Seas zu genießen. 

TAG 4 - GALA NACHT

Am 11.11.2019 ging es in die dritte Runde der Helloworld Frontliners 2019 Konferenz. 

Nachdem es morgens erneut viele Vorträge und Präsentationen gab, wurde der zweite Teil des Tags etwas abgeändert. Anstatt in Meetings zu sitzen, wurden wir von vielerlei Firmen, wie z.B. Qantas, Lufthansa, Amex und Contiki, auf den neusten Stand gebracht. Mit jeweils 10 Minuten pro Stand hatte man zwar nicht wirklich viel Zeit, aber ich habe definitiv etwas gelernt und mitnehmen können. Ich lernte viele nette Leute kennen, mit denen meine Kollegin und ich dann auch am Abend nach der Preisverleihung von Helloworld in einem der anderen sehr gehobenen Restaurants in unseren Ballkleidern zum ,,Gala-Dinner" mit allen anderen Reisebürokaufleuten saßen. Wir hatten uns wirklich viel zu erzählen und die Zeit ging so schnell rum, dass ehe wir uns versahen, schon die Afterparty startete. So endete dann auch die Konferenz.

Notes: An dem Tag war es sehr nebelig auf dem Ozean durch die ganzen Buschfeuer in der Umgebung Sydneys. Wir wachten Nachts auf, da der Geruch von Feuer und Rauch sehr penetrant war.

TAG 4 - ZEIT UM NACH HAUSE ZU KOMMEN

Mittwoch morgen am 12.11.2019 mussten wir früh aufstehen. Unsere Koffer hatten wir bereits den Abend zuvor gepackt und auf die Flure stellen müssen, weshalb alles an dem Tag unserer Abreise sehr schnell verlief. 

Wir mussten nur unser Zimmer endgültig räumen und Frühstücken. 

Dann verließen wir gegen 9 Uhr den Giganten. Nach ein paar Kontrollen kamen wir wieder in die Eingangshalle, in der unsere Koffer schon abholbereit standen. Kaum hatten wir das  Kreuzfahrt Terminal verlassen, wurden wir schon von Taxifahrern und anderen Transportunternehmen angesprochen. Wir wollten uns eigentlich einen Uber nehmen, aber entschieden uns dann für einen Shuttlebus. Das war wirklich keine gute Entscheidung, denn uns wurde zwar versichert, dass wir direkt losfahren würden, aber trotz dass der Wagen fast ganz voll war, wollte der Fahrer dann letztendlich doch warten, bis das ganze Fahrzeug gefüllt war. Für uns war das überhaupt kein großes Problem, denn unser Flug sollte eh nicht vor 16 Uhr starten. Für alle anderen hingegen waren die 20 Minuten Wartezeit dann nicht so toll, denn sie mussten ihre Flüge bekommen. Nachdem wir den Fahrer dann in den Menschenmengen am Kreuzfahrt Terminal gefunden hatten und ihm klar machten, dass einige von uns es ein wenig eiliger haben, fuhr er auch los. 

Wir kamen rechtzeitig für alle am Flughafen an und meine Kollegin und ich schafften es sogar noch unseren Jetstar Flug kurzfristig für einen kleinen Aufpreis zu einem früheren umzubuchen, weshalb wir direkt zu unserem Gate laufen konnten und den Weg nach Hause antraten. 

So waren wir dann schon gegen 13 Uhr, anstatt 18 Uhr zu Hause. 

Im Flieger hatten wir eine Reihe für uns alleine, welches die ca. 3 Stunden Flug angenehmer machten und auch unser Gepäck kam sehr schnell am Gepäckband in Cairns an. Der Heimweg bis nach Atherton war dann nur noch ein Katzensprung und ich bin froh dass Nathan mich abholen konnte. 

Im allgemeinen war die Arbeitsreise sehr sehr interessant! Ich habe super viel gelernt und bin dankbar, dass ich die Gelegenheit hatte an der Konferenz teilzunehmen. Es war sehr aufregend das Schiff kennenzulernen und ich werde diese Reise nie vergessen!

Allerdings denke ich aber nicht, dass ich diese Form von Urlaub in Zukunft öfter persönlich nutzen werde, da mir das Unwohlsein durch den Seegang ein wenig zu schaffen gemacht hat, aber die Erfahrung wollte ich trotzdem auf keinen Fall missen und würde Royal Caribbean immer wieder weiterempfehlen!

Kommentare: 1
  • #1

    Julia (Montag, 04 Mai 2020 15:20)

    Aww ja die Sydney Nostalgie! :)