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Meine Weisheitszahn OP in Australian

 

 

Bevor ich den Post beginne möchte ich kurz auf die Kommentare in meinem Blog eingehen. 

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G'Day ihr Lieben, 

 

Dieser Post ist nur für Menschen, die sich dafür interessieren, wie es ist in Australien einen Weisheitszahn entfernt zu bekommen- mal ein Post von einer etwas anderen Sorte!

 

Am 28. August diesen Jahres habe ich meinen Weisheitszahn entfernt bekommen. 

Der Prozess dazu verlief sehr unterschiedlich im Vergleich zu Deutschland. Zuerst sollte ich erwähnen, dass alles letztes Jahr im August begann, also vor gut einem Jahr. Ich klagte über Zahnschmerzen und entdeckte, dass mein Weisheitszahn durch meinen Kiefer gebrochen war und zum Vorschein kam. 

Daraufhin machte ich einen Termin beim Zahnarzt, der ein Röntgenbild anfertigen ließ. Dazu musste ich allerdings zu einer speziellen Anlaufstelle fahren, da es relativ unüblich ist, dass die Ärzte hier alle Geräte vor Ort haben (jedenfalls in den Tablelands und in Cairns). 

 

Nachdem das Röntgenbild dann bei meinem Zahnarzt ankam wurde es ausgewertet und es stellte sich heraus, dass mein Weisheitszahn schräg gewachsen war, er nun an meinem Backenzahn aneckte und er von einem Spezialisten entfernt werden müsste. 

 

Somit konnte ich ihn dann nicht im Krankenhaus oder unter lokaler Betäubung entfernen lassen, sondern musste den Spezialisten kontaktieren.

Insgesamt habe ich zwei weitere Monate auf diesen Termin in Cairns gewartet. Dort musste ich dann erneut ein paar Scans machen, die zum Glück gut verliefen und ich sprach mit dem Spezialisten über die bevorstehende OP und er erklärte mir zudem alles über die Vor- und Nachsorge. 

Da es nun in Cairns nicht so viele Spezialisten gibt, musste ich mich leider auf eine Wartezeit von 8 Monaten einstellen, bis hin zur OP.

Ich hatte die Möglichkeit einen schnelleren Termin zu erlangen, aber dies hätte mich erneut mehr Geld gekostet, aber dazu unten mehr:

 

Da die australische staatliche Krankenversicherung, Medicare genannt, nur ganz gering die Zahngesundheit deckt, musste ich letztendlich fast die gesamten Kosten der OP selber tragen. Eine private Krankenversicherung hätte helfen können, aber da ich zu der Zeit der Diagnose noch keine permanente Aufenthaltsgenehmigung hatte, qualifizierte ich mich noch nicht. 

 

Nachdem die Wartezeit um war, musste ich den Termin durch die Pandemie um ein paar weitere Monate, auf August, verschieben. Daraufhin wurde ich gebeten einen neuen Scan des Kiefers anfertigen zu lassen. 

Wie schon erwähnt hätte ich anfangs einen schnelleren Termin bekommen können, aber dieser hätte mich doppelt so viel gekostet und hang letztendlich nur von den Räumlichkeiten ab. Mir wurden zwei Optionen angeboten. Entweder konnte ich die OP im Anästhesiezentrum machen lassen, oder im privaten Krankenhaus. Das Krankenhaus wäre kostspieliger geworden, weshalb ich mich dazu entschied zu warten. Da ich glücklicherweise in der Zwischenzeit kaum Schmerzen durch den Zahn hatte, was zum Glück auch bis Ende Juli so blieb, war das also auch kein Problem! 

 

Vor der Weisheitszahn OP hatte ich nur eine Operation in Deutschland, welche sehr anders verlief! 

In Australien durfte ich ab Mitternacht vor der Operation keine Nahrung mehr zu mir nehmen und auch keine Flüssigkeiten. 

Während ich in Deutschland den Anästhesisten bereits einige Tage vor der OP kennenlernte, stellte sich die zuständige Ärztin in Australien nur kurz an dem Tag bei mir vor, ging schnell eine Fragebogen mit mir durch den ich am Morgen ausfüllen im Warteraum musste und ließ die OP direkt beginnen.  

Allerdings muss ich kurz anmerken, dass die OP die ich in Deutschland hatte größer war und mehr Zeit in Anspruch nahm, weshalb meine zwei Erfahrungen wahrscheinlich nicht gut zum gegenseitigen Vergleich geeignet sind. 

 

Nach ungefähr einer Stunde wachte ich dann wieder im Aufwachraum auf und nachdem ich einigermaßen fit war, wurde ich dann auch schon entlassen. Mir wurde ein riesiges Care-Paket mitgegeben, in dem alle Anweisung von dem Spezialisten, die wir das Jahr zuvor besprochen hatten, noch einmal aufgeführt waren. Zudem bekam ich vielerlei Medikamente verschrieben, eine Berufsunfähigkeit für 7 Tage und ein umfangreiches Zahnputz-Kit. 

 

Am Mittwoch nach der OP hatte ich dann meinen Kontrolltermin. Dieser dauerte ungefähr nur fünf Minuten und es stellte sich heraus, dass alles richtig verheilt. 

Allerdings wurde ich gebeten erneut zum Zahnarzt zu gehen, da mein Weisheitszahn in meinen hinteren Backenzahn gewachsen war und dieser nun vielleicht zusätzlich gezogen werden muss, falls das entstandene Loch nicht richtig gefüllt werden kann. 

 

Ich muss sagen, dass die OP wirklich problemlos und duper effizient verlief und ich froh bin, dass ich direkt zurück nach Hause konnte und der Zahn endlich draußen ist! Ich finde es aber immer noch wirklich erstaunlich, wie viel so eine Weisheitszahn OP hier kostet und das es nicht von Medicare übernommen wird!

Hätte ich die Möglichkeit dazu gehabt, hätte ich den Zahn wahrscheinlich in Deutschland entfernen lassen, aber die Pandemie hatte da ja andere Pläne! 

 

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