Back in Australia as Backpacker

G’Day ihr Lieben,


endlich ist der Tag der Abreise gekommen und es geht zurück nach Australien. Nach zwei einhalb Jahren bammeln und harter Arbeit hat es letztendlich wirklich geklappt! Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich bis gestern noch keinen Tropfen Aufregung verspürt habe… wie gesagt, bis gestern, denn nun hat sich das schlagartig geändert!! 

 

Am Dienstag habe ich die letzten Dinge auf meiner To- Do Liste erledigt (einkaufen von Utensilien, Arztbesuch, etc.) und Abends einen Abschied von meiner Arbeit gehabt. Wir waren dazu in einer kleinen Runde etwas trinken und ich habe eingewilligt mein Arbeits-T-Shirt mitzunehmen und ,,australientauglich’’ zu gestalten, indem ich es mit verschiedenen Dingen schmücke. - mal sehen, was daraus wird!!


Gestern habe ich noch meinen Koffer und Handgepäck zu Ende gepackt und alle elektronischen Geräte aufgeladen. Zudem bin ich wirklich erstaunt, dass ich gerade mal 20kg in meinem Koffer habe (ich dürfte regulär 30kg mitnehmen) und das, wobei ich diesmal nicht sparsam mit meiner Gepäckauswahl war! Nur bei meinem Handgepäck sieht alles ein wenig anders aus…. das Gewicht meiner Tasche beträgt dort nämlich genau die Grenze von 7kg und ich musste schon etwas herausnehmen… Meines Erachtens nach ist dieser Teil immer das schwierigste, denn mann möchte ja genug Zeitvertreib während des Flugs haben und das besteht nunmal nicht nur aus 22 Stunden Filme gucken und schlafen (so gerne ich es auch so hätte)… 

Naja, jedenfalls konnte ich mich am Mittwoch auf dem Geburtstag meines Bruders noch etwas entspannen und ablenken und habe nochmal die ganze Verwandtschaft gesehen. Mein richtiger Abschied wurde aber erst heute gefeiert, denn dem Brüderchen seinen Tag zu klauen, wäre nicht fair gewesen. 

 

Ab zehn Uhr gab es dann Frühstück bei mir zu Hause und es war jeder willkommen, der Zeit und Lust hatte. Meine Familie, Freunde der Familie und die ganze Clique waren dann da und sind auch größten Teils bis zum Ende geblieben! Es war wirklich eins schönes gemeinsames Frühstück und das beste war, als der Freund einer meiner Freundinnen mit seinem exotischen Auto vorbeikam!! Mit ihm hat er uns dann erstmal eine Runde herumgefahren und das gab einen tollen Adrenalin-Kick bei jedem.  Um 15.30 Uhr haben wir uns dann alle fertig gemacht, ich habe noch wundervolle Abschiedsgeschenke in meinem Gepäck verstaut und dann mussten wir uns auch schon alle voneinander verabschieden … Das war natürlich nichts das schönste und trennen wollten wir uns eigentlich auch nicht richtig voneinander, denn jetzt beginnt die Zeit, in der jeder seine eigenen Wege geht und wir nicht möchten, dass wir uns aus den Augen verlieren! 

 

 

Danach ging es dann mit meinem Papa, meiner Mama, meinem Bruder und meiner Tante im Auto von Dortmund nach Frankfurt. Zum Glück hatten wir keinen Stau und waren erstaunlich früh am Flughafen (ca.19 Uhr, sodass ich entspannt einchecken konnte ohne anstehen zu müssen. Da wir aber auch ein wenig hungrig waren, sind wir dann etwas im Flughafen essen gegangen und dann war es auch schon so weit: 


Um 21 Uhr musste ich mich dann von den Liebsten verabschieden und das für eine längere Zeit! Ich muss ganz ehrlich sein, und sagen, dass es mir diesmal wirklich schwieriger gefallen ist tschüss zu sagen… Es gab dann auch viele Tränen und Umarmungen, bis ich dann durch den Schalter der Bundespolizei musste und schließlich zum Duty Free Bereich kam. Dort hatte ich aber keine Zeit mehr mir etwas anzugucken, sondern musste direkt durch die Sicherheitskontrolle und mich anschließend an einer gefühlten 300 Personen langen Schlange anstellen um zu boarden

 

 

 

Man wurde wirklich lieb im Flugzeug begrüßt und wie immer zu seinem Platz gewiesen. Ich hatte einen Fensterplatz (von Frankfurt bis Sydney andauernd; einmal rechts, einmal links am Fenster) und somit ist es mir leichter gefallen zu schlafen und auch meine Nervosität herunterzuschrauben (denn ein bisschen Flugangst habe ich nunmal…). Natürlich war es blöd immer über alle Menschen drüber zu klettern, bzw. sie aufzuscheuchen, aber es muss ja sowieso jemanden geben, der am Fenster sitzt. ;-) Ein weiterer Vorteil sind natürlich tolle Bilder!!! 


Der Flug von Frankfurt nach Dubai war dann ganz in Ordnung. Er hat sich irgendwie endlos angefühlt im Vergleich zu dem Langstreckenflug von Dubai nach Sydney (was wirklich merkwürdig war!!). Neben mir saßen eigentlich zwei ganz nette Männer, aber der eine direkt neben mir hatte wohl schon zu viel getrunken, dass man seine Fahne riechen konnte…. war den nicht sooo toll, aber auszuhalten. Während des Fluges gab es dann eine Mahlzeit, die auch wirklich lecker war- Lachs mit Kartoffelpüree und Gemüse! Die Leute die mich gut kennen wissen, dass ich  eigentlich keinen Fisch mag, aber da es nichts mehr anderes gab, wollte ich auch keinen Aufstand machen und habe es einfach nochmal probiert und ich muss sagen: es war super lecker (wenn du das gerade ließt Mama, bist du bestimmt erstaunt :-P)!! 

Geflogen sind wir insgesamt ungefähr über Deutschland, Österreich, , der Türkei, den Irak, den Iran, indischer Ozean, etc, und über dem Irak befanden sich die ganze Zeit riesige Lichter (keine Lichter der beleuchteten Städte, sondern viel stärker und weit entfernt von den viel beleuchteten Orten)! Das war schon erstaunlich und ich würde super gerne wissen, was das genau war… Vielleicht weiß das ja einer von euch? :-) 

 

 

 


Beim Aussteigen des Flugzeugs habe ich dann zwei andere Reisende kennengelernt, die ebenfalls nach Australien wollten. Beide in die Nähe von Brisbane, aber auch über Sydney. Eine von ihnen hat den gleichen Flug wie ich und saß wirklich aus Zufall in meiner Sitzreihe und somit konnten wir viel quatschen, etc.. Ich meine, wie cool ist das denn, dass das unverhofft in einem solch riesigen Flugzeug passiert?! 

Davor hatten wir uns aber in Dubai voneinander getrennt, nachdem wir etwas Trinkwasser gekauft geholt haben. Trinkt einfach aus den Wasserspendern, die sich an jedem Gate befinden. Das wollte ich auch machen, aber ich habe sie nicht gefunden, bevor ich mir schon etwas gekauft hatte. So könnt ihr unnötige Geldausgaben vermeiden. Sie hat den Pool und Spa Bereich im International Hotel Dubai ausprobiert, kann ihn wirklich nur empfehlen und fand es super! Mir war das ein wenig zu riskant weil ich nicht meinen Flug verpassen wollte und somit schon direkt zum Gate genauen bin. Das war aber auch eine gute Entscheidung, denn so habe ich eine liebenswerte Kiwi- Deutsche getroffen, mit der ich dann auch super viel geredet habe. Die Zeit ist wirklich schnell vorbei gegangen und dann ging es auch schon wieder zum Boarding.

Wir hatten dann etwas Verspätung bei dem Flugstart, aber man konnte super im Flugzeug schlafen. Ich glaube insgesamt 6 Stunden habe ich geschafft. Allerdings gab es zwischenzeitlich ziemlich heftige Turbulenzen und dann wurde mir schon ein wenig mulmig zumute… 

Durch Zufall habe ich dann noch eine Deutsche kennengelernt, die auch einen Zwischenstopp in Sydney hat und wir haben uns direkt vorgenommen die Stadt gemeinsam ein wenig zu erkunden (aber dazu gleich mehr) und auch so hat man viele Europäer (Niederländer) getroffen, mit denen man sich super unterhalten konnte! Der Service war auf dem Flug von Dubai- Sydney definitiv um Längen besser, denn man hatte, aus welchem Grund auch immer, gefühlt viel mehr Platz und es gab mehr Utensilien (Decke, Kopfhörer, Zahnpasta, Schlafmaske)!! Allerdings muss ich sagen, dass ich den Flug mit Qantas damals viel positiver in Erinnerung habe. Damit meine ich insbesondere den Service und die Bewegungsfreiheit im Flugzeug! Aber trotzdem war er gut. 


 

 

 

 

 

 

 

 

In Sydney angekommen war es erstmal super kalt (9’C) und ich habe dann erfahren, dass mein Gepäck doch nicht durchgereicht werden konnte (wie es mir von STA Travel versichert wurde), sondern dass ich es mit durch die Zollkontrolle nehmen muss! Das habe ich dann auch gemacht. Danach ging es mit Nena (dem Mädchen mit der ich zusammen in Sydney war) zu ihrem Hotel und anschließend zu meinem Terminal (Domestic Terminal 2- Jetstar), wo ich eigentlich schon mein Gepäck abgeben wollte um in Ruhe Sydney erkunden zu können, aber dann erfahren habe, dass es nur 2 Stunden vorher möglich sei… Also musste ich es in einem Abstellraum abgeben und 3 Stunden haben mich sagen und schreiben AU$11 gekostet!! Es ist wirklich alles so teuer hier… insbesondere das Essen (AU$10 für ein gewöhnliches Sandwich dass man bei Aldi für 1,50€ bekommt….)! Naja jedenfalls musste ich mein Gepäck ja irgendwie am Flughafen in Sicherheit wiegen, da ich nicht von 6- 15 Uhr am Flughafen auf meinen Flug warten wollte. Da ich ja in Cairns von einem Shuttle abgeholt werde und 3 Tage Aufenthalt in einem Hostel zum Start gebucht habe (das erzähle ich euch aber in einem anderen Post), musste ich auch noch anrufen und bescheid sagen, wann ich ungefähr kommen würde. Allerdings hat das nicht wirklich etwas gebracht, denn mir wurde gesagt, ich solle mich später nochmal melden. Schließlich haben wir uns dann auf den Weg in die Innenstadt gemacht (AU$ 24,50 für ein Return Ticket) und natürlich grundlegend zum Opera House und der Harbour Bridge. Es war wirklich super leer am Circular Quay und man konnte in Ruhe Fotos schießen. Der Spaziergang am Pier entlang hat mich an die Orientation Days 2013 erinnert und ich musste wirklich schmunzeln! 3 Jahre ist es schon her, aber Sydney fasziniert mich immer noch mit seiner Gelassenheit im Vergleich zu anderen Großstädten)! Nachdem wir uns dann etwas bei Subway gegönnt hatten (das wirklich vom Preis in Ordnung war) sind wir noch ein bisschen herumgelaufen und dann auch schon wieder mit dem Zug zurück gefahren. Die Züge hier sind wirklich richtig cool- total sauber und genügend Sitzmöglichkeiten und auch die Verbindungen sind gut! Naja Nena und ich haben uns nicht auf Anhieb zurecht gefunden, aber es dann letztendlich doch zurück geschafft. Wir hatten solche Karten, die man immer wie auch in London scannen lassen musste. :-P

 

 

 

 

 

 



Seitdem saß ich dann von 12 Uhr australischer Zeit, bis 13.45 Uhr noch am Flughafen, habe darauf gewartet einchecken zu können und dann schließlich auch zu boarden. Ich konnte es nämlich kaum mehr erwarten endlich zurück nach Cairns zu kommen und alle Menschen die mir dort wichtig sind wiederzusehen!

Auf dem Flug nach Cairns hat mich dann wieder eine Frau angesprochen und wir hatten eine nette Unterhaltung. Das war ganz gut, denn ich war hundemüde aber wollte noch nicht schlafen um den Jetlag besser in den Griff zu bekommen. Zum Glück war der Flug ziemlich ruhig und frei von Turbulenzen und ging zudem noch schnell vorbei (ich meine was sind denn schon 3 Stunden im Gegensatz zu 14?)!! 

Am Flughafen hat mich dann ein französischer Backpacker gefragt, wo er hin muss und da wir im gleichen Flieger saßen, sind wir zusammen zum Gepäckband gelaufen. Zudem musste ich bei meinem Hostel anrufen, denn diese bieten einen kostenlosen Transport vom Flughafen an. Das Shuttle war auch binnen Minuten da und die Fahrt zum Hostel verlief komplett problemlos. Die Fahrerin war ebenfalls deutsch und hat mir erstmal ein paar Überlebenstipps für Backpacker gegeben und mich über die momentane Joblage aufgeklärt.


Das war es dann erstmal von der Anreise. Es tut mir wirklich leid, dass der Post erst jetzt kommt, aber das Hostel Internet ist nicht gerade das beste und funktioniert auch nicht auf meinem Computer (warum auch immer?!)… Naja aber wenigstens wisst ihr, dass ich heile angekommen bin und dass es mir hier wirklich an nichts fehlt (außer natürlich die Familie und Freunde!!!). 




Danksagungen


An Mama, Papa und Kay:

Danke dass ihr mich die letzten Jahre lang so toll unterstützt und mir dabei geholfen habt mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren! Ihr seid die besten und ich vermisse euch sehr hier!! Jetzt habt ihr ERSTMAL keinen mehr, der euch nervt und bis in die Puppen schläft, hahah (ihr werdet mich aber trotzdem nicht so schnell los :-P)! 


An Chiulia, Channah, Kira, Anna und Pafluki (magst du ja liber als Linchen habe ich zu Ohren bekommen, aber danke dass du es über dich ergehen lassen hast :-P): Ihr seid wirklich die besten! Ich bin so Dankbar mit euch befreundet zu sein und möchte euch nicht verlieren! Danke dass ihr mich so lieb verabschiedet habt und ich vermisse es jetzt schon total mit euch abzudrehen und verrückt zu sein-  muss ich mich hier wirklich beherrschen, haha!  


An Anja, Julia, Jörg, Silly, Ralf, Dorit, Bernd, Beate, Vanessa, Mario, Joana, Katja mit Kindern und allen anderen die mich verabschiedet haben: Ich danke euch vielmals! Ich werde euch wirklich vermissen! An Beate, Mario und Vanessa speziell: Danke für die tollen T-Shirts, ich trage sie super gerne!!

Nomads Cairns, Starterpaket von STA

G'Day ihr Lieben,

 

ich bin nun schon seit etwas mehr als einer Woche auf Reisen und habe super viel erlebt! Von Frankfurt in Deutschland nach Dubai in die Vereinigten Arabischen Emiraten bis hin nach Sydney, einer der Riesenmetropolen Australiens. Schon allein der Flug war eine Erfahrung an sich. Aber darüber wisst ihr ja schon alles. Deswegen geht es in diesem Post über meinen Aufenthalt im Nomads Hostel in Cairns und dem von STA Travel angebotenen Starterpacket.

 

Von Sydney ging es dann mit JetStar weiter nach Cairns, wo ich von dem Nomads eigenen Shuttle kostenlos abgeholt wurde. Dazu musste ich an der Rezeption anrufen. Da ich noch kein Telefon hatte, war ich auf eine Telefonzelle angewiesen. Das war aber überhaupt kein Problem, denn diese schmücken den Flughafen von Cairns wirklich gut!! Daraufhin musste ich ca. 10-15 Minuten warten bis das Shuttle da war und mich die Fahrerin super lieb willkommen geheißen hat. Sie war ebenfalls deutsch (so gefühlt jeder ist das hier!) und hat mich gleich über einige wichtige Backpacker News und die derzeitige Joblage in der Stadt aufgeklärt!

 

Angekommen im Hostel musste ich Einchecken. Das verlief ebenfalls problemlos! Kurz darauf habe ich dann eine Mappe von der Organisation ,,Base X'' bekommen (das gehörte zu STA Travel Paket) und in ihm befanden sich vorlagen für das Resume (Lebenslauf), Informationen über die SIM- Karte, eine Stadtkarte von Cairns und noch ein paar Flyer und Kärtchen. Zudem stand auf dem Umschlag ein Termin für mich drauf, da ich mich mit einer Frau namens Amy treffen sollte (dazu aber noch später etwas mehr).

Von der Rezeption aus ging es dann in mein Zimmer. Ich habe eigentlich ein 6-10 Bett Zimmer gebucht, da es tausend Mal günstiger war, aber wurde trotzdem in ein 4 Bett Zimmer gesteckt!! :-) Als ich dann im Zimmer ankam, saßen drei Mädchen auf ihren Betten und waren für ihre Abreise am packen. Um 1 Uhr nachts sind sie dann gegangen um ihren Flieger nach Airlie Bach zu bekommen. Es war soooo gut Freiraum zu haben, denn nach der ganzen Fliegerei wollte man einfach ein bisschen Zeit für sich und vor allem einen erholsamen Schlaf! Das Zimmer war außerdem eines der tollen mit eigener Terrasse!!! Ich habe also wirklich super viel Glück gehabt!!!

Von vielen Backpackern habe ich zu hören bekommen, dass sie nachts nicht schlafen konnten, da ihre Mitbewohner die verschiedensten Dinge getrieben haben... Das hat mich dann meine persönliche Lage noch mehr glücklich schätzen lassen, denn eigentlich wollte ich zuerst nicht unbedingt alleine im Zimmer sein!!

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich mein Gepäck verstaut hatte, wollte ich eigentlich direkt den Post über den Hinflug schreiben, habe mich nach unten in den Entspannungsbereich gesetzt (hier zum Nomads damit ihr eine kleine Vorstellung davon bekommt, wie es dort aussieht) und wollte loslegen da es hieß, dass Wifi kostenlos zur Verfügung steht. Allerdings entsprach das nicht ganz der Wahrheit und man hatte die Wahl zwischen $4 für 24 Stunden Wifi, oder $12 für 7 Tage Wifi. Ich habe dann das für $4 genommen, da ich am nächsten Tag nochmal genau nachfragen wollte. Im Nachhinein habe ich dann gesehen, dass ich ein Kärtchen in meinem Umschlag übersehen hatte, dass mir eine Woche kostenlos Internet verschafft hätte- so habe ich nur einen davon genutzt! Das war ärgerlich wegen der $4, aber ich war sowieso den ganzen Tag lang in Cairns unterwegs und konnte deren Stadteigenes kostenloses Wifi nutzen (das gibt es übrigens häufig in Australien, dass Städte ihr eigenes, kostenloses Wifi für die Bürger zur verfügung stellen).

Nachdem das Internet funktionierte und ich allen Leuten geschrieben hatte dass ich heile angekommen war, bzw. neue Nachrichten gelesen hatte, wollte ich aber nicht direkt ins Bett gehen. Deshalb habe ich mich einfach zu einer Gruppe Backpacker gesetzt und wir sind gut ins Gespräch gekommen! Am Ende des Abends haben wir uns dann für den nächsten Tag verabredet und wollten gemeinsam in die City von Cairns laufen.

 

 

 

Am Morgen sind wir dann die Esplanade entlang gegangen und haben uns auf den Weg ins Cairns Central gemacht. Dort wollte ich dann eine Telefonkarte für mein Handy kaufen, aber ich hatte meinen Reisepass nicht dabei, weswegen die Verkäuferin mir keine geben wollte (aber hier in Atherton reicht es einen Personalausweis vorzuzeigen). Also sind wir zur Lagoon gelaufen und  waren ein bisschen schwimmen! Abends haben wir dann bei Woolworths ein paar Lebensmittel für unser BBQ am Strand eingekauft, denn gibt es kostenlose Grillplätze wo man am Meer schlemmern kann! :-)

 

Am Montag habe ich mich dann mit einer Dänin getroffen um den Sonnenaufgang in Cairns zu beobachten. Dazu mussten wir um 6.30 Uhr am Strand sein und nur ein paar Meter laufen, da das Hostel nah am Meer liegt! Wir hatten wirklich Glück alles sehen zu können, denn die Sonne ist knapp neben den Bergen aufgegangen!

Nachdem das Spektakel vorbei war (und das war es ziemlich schnell, denn die Sonne ist förmlich Marathon gelaufen!) ging es zurück zum Hostel und wir haben uns erstmal Frühstück gemacht (das Hostel eigene Frühstück was in meinem Paket enthalten war würde ich keinem empfehlen, außer ihr steht auf 2 Scheiben Weißtoast mit Butter und Vegemite/Marmelade und das jeden Morgen).

 

 

 

Um 8.30 Uhr hatte ich dann den Termin bei Amy. Sie ist ein Recruitment Coordinator von JobSearch Australia und hat uns über die wichtigsten Sachen über Arbeiten in Australien aufgeklärt (Tax File Number, Superannuation, Bank Account, SIM Card, RSA, etc.). Darüber werde ich euch aber zu einem anderen Zeitpunkt aufklären... ;-) Zudem haben wir eine SIM Karte von Vodafone bekommen (die leider falsche Größe für mein Telefon hatte, haha) und sie ist mit uns in die Stadt gefahren um uns an der Bank abzusetzen. Ich sage gewollt uns, denn es war noch eine andere deutsche mit dabei, die das gleiche gebucht hatte, wie ich.

In der Bank angekommen (Commonwealth) sind wir dann direkt betreut worden und haben unser Bankkonto eröffnet. Das ist kostenlos bis zum 21. Lebensjahr. Ich muss also nichts dafür zahlen!!

Leider haben wir vergessen die Superannuation (Rentenkonto) zu beantragen, die man definitiv haben sollte und so musste ich dies in Atherton bei der Commonwealth nachholen. Das verlief aber auch komplett problemlos. In der Zeit in der wir bei der Bank waren hat Amy in unserem Namen die TFN (Tax File Number) beantragt. Somit konnten wir nach dem Banktermin unsere Zeit frei in der Stadt nutzen. Wir sind dann erst zu Telstra gegangen (warum ich mich für Telstra entschieden habe, erzähle ich euch ein anderes Mal), da ich ja den Tag vorher die SIM nicht kaufen konnte, da ich meinen Reisepass nicht dabei hatte. Ich habe dann die Prepaid Karte für $40 genommen, da man 6GB Internet hat, freie Anrufe und SMS in ganz Australien und zusätzlich noch ca. $380 (da bin ich gerade nicht sicher) für internationale Anrufe zur Verfügung hat.  Diesen Betrag muss ich jetzt jeden Monat zahlen, aber das ist wirklich okay hier, da ich es voll ausnutze!!!

Nachdem wir bei Telstra waren haben wir uns dann Mittagessen bei Woolworths gekauft und sind zur Lagoon gelaufen um den Tag etwas ausklingen zu lassen. Danach hatte ich mich mit einem Couchsurfer zum Kaffee verabredet und wir sind zu einem Lookout gefahren. Von ihm aus konnte man ganz Cairns sehen! Im Anschluss ging es dann zu Jimmys, wo ich mein erstes australisches Bier hatte!!

 

 

 

 

Am nächsten Morgen habe ich mich auf nach Atherton gemacht und musste schon um 8.45 Uhr den Bus bekommen. Um aber in die Stadt zu kommen musste ich das Hostel Shuttle um 7 Uhr nehmen. Das erste war aber voll und somit durfte ich nochmal eine halbe Stunde warten. Zum Glück hat der Fahrer aber noch eine zweite Tour gestartet! Deshalb habe ich es noch pünktlich zum Trans North Bus geschafft und konnte in aller Ruhe meine Reise in die Tablelands starten. 

Auf dem Weg zu meiner australischen Heimat musste ich dann noch bei Telstra anrufen da es Probleme bei der Aktivierung meiner SIM Karte gab. Aber auch das hat sich alles lösen lassen, obwohl ich mit einem Inder sprechen musste der einen starken Akzent hatte. :-D

 

Letztendlich bin ich heile in Atherton angekommen, aber auch dazu ein anderes mal mehr. :-) 

 

Fazit:

Das Paket (Schnellstarter Paket) hat sich meiner Meinung nach definitiv gelohnt. Ich musste 100€ bezahlen und habe dafür drei Nächte Hotelaufenthalt inkl. Frühstück; Flughafentransfer; freies Internet (normalerweise, hätte ich besser geguckt); kostenloses Shuttle in die Stadt; ein Jahr Mitgliedschaft bei Jobsearch Australia (im Wert von $175); eine SIM Karte; Hilfe bei Beantragung von TFN, Bankkonto und Superannuation bekommen! Wenn ihr also etwas für den Start braucht, lohnt sich dieses Paket definitiv! Aber wartet am besten bis es im Angebot ist, denn ansonsten müsst ihr fast 200€ zahlen und das ist definitiv zu viel!!

Wie es sich anfühlt nach 3 Jahren wieder zurück zu sein

G'Day ihr Lieben, 

 

ich bin jetzt seit etwas über einer Woche zurück in Atherton und lebe mit meiner Gastfamilie zusammen. Es ist einfach ein so schönes Gefühl zu wissen, dass man willkommen ist und sich auch hier zu Hause fühlen kann. Es ist wirklich ein Privileg sagen zu könne, dass man an zwei Orten Familie hat. Der einzige Nachteil: Man wird immer den Ort vermissen, an dem man sich gerade nicht befindet. Im Moment kann ich es jedoch noch nicht glauben, dass ich wirklich zurück bin, denn es ist so viel Zeit vergangen seitdem ich das letzte Mal hier war. Dennoch hat sich kaum etwas verändert! Das einzige was anders ist, ist dass ich nun hier arbeiten gehe und nicht jeden Tag den ,,School Spirit''  erlebe. Außerdem sind viele meiner Freunde nach Cairns, bzw. Townsville, Brisbane oder Melbourne gezogen um dort zu studieren. Das bedeutet natürlich, dass ich während meiner Reise mit Maren viele Leute besuchen darf, hehe. :-) Meine Gastschwestern sind natürlich erwachsener geworden, haben nun beide ihr Teenie Alter erreicht und es lebt eine neue Austauschschülerin in meiner Gastfamilie. Ansonsten ist aber alles beim Alten geblieben.

 

Als ich am Dienstag eingezogen bin, wusste aber noch keiner etwas davon. Ich hatte mit meiner Gastmutter zwar abgesprochen, dass ich bei ihnen wohnen darf, aber sie wusste nicht wann genau ich komme, da ich sie gerne überraschen wollte und das ist mir auch gelungen! Nachdem ich in Atherton angekommen war, hat mich ein guter alter Freund abgeholt und mich nach Hause gefahren (Thanks for that! Otherwise I would have died, literally!). Mein Plan war danach eigentlich meinen Koffer, etc. zu verstauen und von dort aus zu meiner ehemaligen High School zu laufen. Als ich dann aber ins Haus wollte, habe ich meine Gastschwester in ihrem Zimmer sitzen sehen und sie hat mich ebenfalls direkt bemerkt. Daraufhin ist sie dann kreischend zur Haustür gelaufen und meine andere Gastschwester hat sich gewundert warum sie so schreit! Bis sie mich dann gesehen hat. Es gab dann erstmal eine große Umarmung!! Zudem habe ich dann auch meine italienische Gastschwester, Vanessa, kennengelernt, die auch erst ein paart Tage vorher angekommen war (Sie ist wirklich super und man kann sich keine bessere Austauschgastschwester wünschen und wir unternehmen so viel gemeinsam!). Sie hatte dann die Idee etwas italienisches zum Abendessen zu kochen und ich habe ihr angeboten mit ihr mit zu kommen. So konnten wir uns direkt besser kennenlernen, denn man muss ca. 1h von unserem Haus bis zu den Supermärkten laufen... 

Meine Gastmutter war zu der Zeit noch auf der Arbeit und somit hatten wir genug Zeit uns zu überlegen, wie ich sie überraschen könnte. Ich habe dann aber vergessen die Dinge zu kaufen, die ich dafür brauchte... und das ist uns allen aufgefallen, als wir wieder zu Hause waren und sie Schluss hatte. Netterweise hat sich mein Freund dann angeboten mich abzuholen und nochmal mit mir zum Supermarkt zu fahren! 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dort konnte ich dann einen schönen Blumenstrauß kaufen. Wieder am Haus angekommen, habe ich dann an der Haustür geklingelt (meine Gastschwestern waren natürlich aufgeklärt, da wir ja vorher alles geplant hatten), mich wortwörtlich hinter den Blumen versteckt und gewartet bis sie die Tür geöffnet hat. Darauf hin habe ich zu ihr gesagt, dass jemand Blumen für sie hat liefern lassen und sie war erstmal ziemlich verwirrt darüber. Sie wollte unbedingt wissen, von wem und dann habe ich ihr die Blumen in die Hand gedrückt, sodass sie mich sehen konnte. Sie hat ebenfalls angefangen zu schreien und es hab erstmal viele Umarmungen! 

Ich bin so froh, dass alles zum Ende hin so gut funktioniert hat, auch wenn es nicht ganz nach Plan lief! Wie schon gesagt, ist es wirklich mega wieder hier zu sein! 

 

In den folgenden Tagen habe ich mich dann mit einigen Freunden getroffen und wir haben ein paar coole Sachen unternommen (u.A. einen Ausflug zu Lake Eacham; einen Pubcrawl in Cairns, aber dazu ein anderes Mal mehr und auch mit meiner Gastfamilie bin ich schon ein bisschen auf Erkundungstour gewesen)! Natürlich konnte ich noch nicht jeden wiedersehen, aber ich denke mal dass sich das von Zeit zu Zeit noch ergeben wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Port Douglas Trip

G'Day ihr Lieben,

 

gestern war ich mit meiner Gastfamilie und einem guten australischen Freund in Port Douglas. Um dorthin zu gelangen, sind wir um 8.30Uhr ca. 1.30h über die Nationals Route 1 und State Route 81/44 gefahren. Das bedeutet wir haben die Strecke durchs ,,Outback'' genommen. Die Fahrt war wirklich angenehm. Wir haben viel zu erzählen gehabt und dabei Country Musik gehört - also hat alles von dem Ambiente gepasst! Außerdem gab es auf dem Weg einige Lookouts an denen wir gestoppt und die Aussicht genossen haben.

 

 

 

 

In Port Douglas selbst war es dann super voll und wir mussten erstmal einen Parkplatz für jedes Auto finden. Das hat etwas gedauert, aber wir haben zum Glück etwas weiter außerhalb noch welche gefunden! Von dort aus ging es dann zu den Markets und wir haben die Stände durchgestöbert. Allerdings haben wir uns aufgeteilt und ich bin mit meinem Freund nach einer Weile zum Meer gegangen. Der Ausblick war einfach atemberaubend! Wir haben uns dann erstmal einen gemütlichen Platz gesucht, wo möglichst wenig Armeisen waren (an meine liebe Anna: es wäre nicht schwer dir welche mitzubringen, haha). Von dort aus haben wir dann den Blick aufs Meer genossen und gewartet, bis die anderen mit ihrer Shoppingtour fertig waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir dann wieder alle bei den Autos waren, ging es zum Strand!!! Durch einen kleinen Teil des Regenwaldes ist man zum offenen Meer gelangt. Dort hatten wir dann erstmal Lunch und haben uns umgezogen. Das Wasser hatte die perfekte Temperatur zum schwimmen und somit sind wir dann direkt alle nach unserem Mittagssnack ins Wasser gehüpft! Dort haben wir uns dann erstmal ein paar Stunden aufgehalten und die wunderschöne Szenerie genossen.

An dem Tag waren viele Menschen am Strand und auch im Wasser und alles wurde von Lifeguards gewacht. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich Respekt vor dem Wasser hatte, denn gerade hier in Far North Queensland ist es nicht selten, dass Salzwasserkrokodile im Meer schwimmen und generell in fast jedem Gewässer hier befinden sich Krokodile. Im Moment sind die Strände noch geöffnet, aber schon ziemlich bald werden sie wegen der Quellen geschlossen. Der Tag am Strand war aber auf jeden Fall super schön und das Wetter war einfach perfekt! Es hat sich angefühlt, als wäre man im Paradies!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um 2.30Uhr mussten mein Freund und und ich dann nach Cairns fahren, da ich im Voraus ein paar Termine zur Autobesichtigung vereinbart hatte. Es ist wirklich ein großer Nachteil hier in der Gegend kein Auto zu besitzen, aber dazu mehr hier. Wir haben die Strandroute ausgewählt. Das bedeutet über die National Route 1 und den Captain Cook Highway. Diese Strecke kann ich wirklich jedem empfehlen, denn sie ist wunderschön und man bekommt nahezu jeden erdenklichen Strand von zu sehen, der sich zwischen Port Douglas und Cairns befindet! Musik aufdrehen, mit den richtigen Leuten fahren und der Tag ist perfekt- so wie meiner! Die Ausblicke die man erhaschen kann sind traumhaft und auch hier haben wir einige Stopps eingelegt um die Natur zu genießen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Cairns haben wir dann zwei Autos angeguckt und uns mit Noras Gastfamilie getroffen. Sie haben uns geholfen die Autos ein bisschen näher unter die Lupe zu nehmen. Ich habe aber nicht direkt zugeschlagen, denn ich möchte mir vorher noch ein paar andere Autos angucken. Jedenfalls sind wir dann nochmal zu Patrick gefahren (ein Kumpel aus Cairns) und haben seinen neuen Welpen kennengelernt. Zurück nach Atherton sind wir dann über Kuranda und Mareeba gefahren. Die hälfte der Strecke bin ich zurück gefahren. Es war garnicht mal so leicht das erste mal richtig in Australien auf der linken Seite der Straße zu fahren und die vertauschte Bremse und Kupplung zu benutzen. Auch die Schaltung ist spiegelverkehrt zu der deutschen...  aber ich habe meinen Freund und mich heile nach Hause bringen können, haha! Danach hat er mir Carl Barron gezeigt (ein australischer Komiker) und wir hatten bei ihm Abendessen. Meine Gastfamilie hatte auch noch eine schöne Zeit. Sie hatten mehr Zeit an jedem Strand zu halten und waren Abends noch spontan in Cairns essen. Nathan und ich wären gerne mitgekommen, aber wir hatten ja die Autobesichtigungen zu erledigen und er musste am nächsten Morgen wieder früh raus um zur Arbeit zu gehen. Wir hatten wirklich viel Spaß und der Tag war so Ereignisreich. Ich werde definitiv noch einmal diese Route abklappern (wahrscheinlich mit Maren wenn sie möchte) und an jedem Strand halten.

 

ACH JA & vergesst nicht euch einzukremen! Die Sonne ist so aggressiv - und Nathan und ich haben uns natürlich wieder einen SONNENBRAND geholt... ALSO SEIT VORSICHTIG! Gerade bei einem so langen Tag im Freien. 

 

 

Dairyland, Lake Barrine, Curtain Fig Tree, Nineteen, Kuranda & Barron Falls

G'Day ihr Lieben,

 

in den letzten Tagen/ Wochen ist ziemlich viel passier. Viel Erlebnisausflüge aber auch viel privates. Über genau diese Ausflüge möchte ich heute etwas erzählen und dabei auch mein Privatleben ein bisschen ankratzen.

 

Ich beginne mal mit dem 04.08.16. An diesem Tag sind nämlich Patrick und Melanie (australische Freunde von mir) nach Atherton gekommen und haben ein bisschen Zeit mit mir verbracht. Wir haben uns für die Gallo Dairyfarm verabredet. Das ist eine art Restaurant, dass seinen eigenen Käse und Schokolade herstellt und zum Verkauf anbietet. Das bedeutet quasi dass man auf einer riesigen Farm essen geht. Bestellt haben wir eine Käseplatte und Pralinen die wir dann untereinander geteilt haben- das war aber auch reichlich genug! Danach ging es mit dem Auto und lauter Musik zum Grocery shopping in die Stadt. Am selben Abend habe ich nämlich einen Zwiebelkuchen für meine Gastfamilie gekocht. Nachdem alle Lebensmittel zu Hause gut verstaut wurden, hieß der nächste Stopp: Lake Barrine!!! Das ist einer der wunderschönen Seen hier in den Tablelands. Nach einer kleinen Entdeckungstour im Regenwald (die große wird an einem anderen Tag noch nachgeholt), hatten wir dann einen Kaffee im Lakehouse mit Blick auf Barrine und haben den Tag etwas ausklingen lassen. Zum Schluss haben wir dann nochmal dem Curtain Fig Tree einen Besuch abgestattet und auch nach all der Zeit war es genauso atemberaubend ihn anzuschauen wie beim ersten Mal! Am Nachmittag ging es dann nach Hause und ich habe angefangen zu kochen. Der Zwiebelkuchen kam wirklich gut bei jedem hier an und war innerhalb von Stunden komplett verschwunden, haha!

 

Thanks for the nice day out guys! :-) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 06.08. hatte ich Geburtstag und meine Aussies haben es geschafft mich komplett sprachlos zu machen! Alles hat ganz langsam angefangen, als ich aufgestanden bin. Ich wurde nämlich von meiner Familie in Deutschland förmlich aus dem Bett geskypt. Von ihnen habe ich dann ein super süßes Geburtstagsvideo bekommen und ein Ständchen!!! Dann haben wir noch so ein bisschen über alles geredet, während ich mich für die Arbeit fertig gemacht habe, denn ja, ich musste arbeiten. Das ist für mich aber wirklich überhaupt kein Problem, denn ich liebe den Job im Café! Ich hatte wirklich noch nie so viel Spaß zu arbeiten! Naja jedenfalls bin ich dann nachdem ich halbwegs fertig war in die Küche genauen und wurde dort von Vanessa (meiner italienischen Gastschwester) mit einem Geburtstagslied und einer großen Umarmung überrascht! Wir haben dann gemeinsam gefrühstückt, bis ich letztendlich zur Arbeit laufen musste.

Dort hatte ich dann eine vier Stunden Schicht vor mir, die wie im Fluge verging! Es war nämlich extrem voll und man hatte weder Zeit zu trinken, geschweige denn auf die Uhr zu gucken... Nach der Arbeit musste ich dann noch schnell etwas bei meinem zweiten Arbeitsplatz abgeben, bei dem ich ab Montag starte. Glücklicherweise hat mich Nathan abgeholt. Dass bedeutet, dass wir noch ein bisschen Zeit für uns hatten und er mir einen 30min Spaziergang gespart hat!!

Um drei Uhr rum ging es dann nach Hause um sich fertig zu machen, denn es ist nicht so einfach sich als Mädchen zu viert ein Badezimmer zu teilen, aber wir bekommen das ganz gut hin würde ich sagen! Um kurz nach sechs waren dann alle fertig. Geplant war nämlich: 6 Uhr im chinesischen Restaurant mit Familie und Freund. Ich habe dann von meiner Gastfamilie vorher noch ein super Geschenk bekommen: einen riesigen Australien Routenplaner inkl. Landkarten und Campingplätzen für die große Reise um Australien (ja, der Plan steht noch!!).

 

 

 

Als wir dann im Restaurant ankamen, hatten wir einen riesigen Tisch für uns mit 4 weiteren freien Plätzen und kurz danach kam dann Nathan mit Frida + Freund, Erin und Jessica im Schlepptau zu unserem Tisch!! Ich konnte es erst garnicht glauben, denn ich hatte vorher noch mit allen geschrieben und sie haben es echt gut geheim gehalten, denn ich hatte keine Ahnung!!! Dann haben wir alle ein 3 Gänge Menü Buffet bestellt und den Abend mit vieeeel Reden und in Erinnerungen schwelgen verbracht, haha. Zum Ende hin gab es dann noch ein und ich habe einen selbstgemachten Geburtstagskuchen von Sonya und den Mädels bekommen (den hat aber keiner mehr essen können, da wir solo voll waren)!

Die ganze Aktion war wirklich eine wunderbare Überraschung!! Ich habe mich riesig gefreut und der ganze Abend war einfach perfekt! Einen schöneren Abend hätte ich mir wirklich nicht vorstellen können!!

 

Thanks to everyone for coming xx I really didn't expect anything like that (even if Sonya managed to spoil it a bit, ahahah). I enjoyed the whole night and the fantastic dinner with youse all! Thanks so much for being in my life! 

 

 

 Der Sonntag (07.08.) war ein weiterer ereignisreicher Tag, denn ich bin mit meiner Gastfamilie nach Kuranda gefahren und wir haben den Koala Gardens (wo ich 2013 schon einmal war), Markets und den Barron Falls einen Besuch gestattet!!! Los ging es morgens um 9.00 Uhr. Um nach Kuranda zu kommen muss man ca. eine Stunde fahren, also waren wir früh genug da um den Tag entspannt zu starten.




Zuerst sind wir zu den Koala Gardens gegangen, wo wir Frischwasserkrokodile, Kängurus, Wallabies, Wombats und Schlangen gesehen haben. Vanessa und ich haben uns dann dafür entschieden ein Foto mit den Koalas zu machen und mussten zum Glück auch garnicht lange warten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Nach den Koala Gardens haben wir uns dann den Markt angeguckt. Der ist riesig in Kuranda und es hat uns bestimmt 2 Stunden oder sogar länger gekostet alles anzugucken!! Am Ende haben wir dann aber doch nichts gekauft, da man in Cairns und Atherton viel günstiger an die ganzen Souvenirs herankommt. Und warum mehr Geld ausgeben, als es sein muss?! Allerdings habe ich mir vorgenommen nochmal ins Venomous House zu gehen. Dort gibt es nämlich die giftigsten Spinnen und Schlangen. Allerdings wollte keiner mit mir kommen, weswegen ich warte bis sich jemand findet  - Maren?? :-D

Bevor wir uns dann auf den Rückweg gemacht haben, sind wir zu den Barron Falls gefahren. Das ist eine riesige Wasserfall Formation. Um die Wasserfälle aber richtig sehen zu können mussten wir ein Stückchen über den Regenwald laufen. Ich sage gewollt ,,über'', denn wir sind über Brücken gelaufen, die an den Bäumen gespannt waren. Also ein Kletterwald für Anfänger. Die Natur war so atemberaubend und auch der Regen an dem Tag könnte keinem vom uns die Laune verderben!!

 

Thanks for that awesome trip!! We really enjoyed it and love girly days with you Sonya xx

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Planänderung- let's live the Aussie way ...

G'Day ihr Lieben,

 

in den letzten Wochen gab es viel Hin- und Her und es haben sich so gut, wie alle Pläne geändert- wie das Leben eben manchmal so spielt. Ich hatte einfach keine Zeit und Lust zu schreiben, da ich viel mit Maren unternommen habe, arbeiten war, nach Farmarbeit gesucht habe, organisatorische Entscheidungen treffen musste und auch meinen Freund nicht vernachlässigen wollte!

 

Jetzt aber alles erstmal detailliert:

Es hat damit angefangen, dass ich am 02. September meine Gastfamilie verlassen habe, da mein Freund und ich Housesitting für seine Freunde in Mareeba gemacht haben. Da dieses kleine Städtchen aber mal eben 30 Minuten von Atherton entfernt liegt, haben wir uns dazu entschieden einfach alle Dinge für den Zeitraum mitzunehmen. Die ganze Aktion war ziemlich spontan, aber eine schöne Erfahrung, denn es hat mir einfach gezeigt wie es sein kann, unabhängig zu sein. Trotzdem habe ich natürlich die Zeit bei meiner Gastfamilie genossen, aber zwei Monate dürften dann auch genug sein. Es ist ja auch kein endgültiger Abschied, denn ich werde in der Nähe bleiben und weiß, dass ich immer willkommen bin! Genauso wie es für meine Gastfamilie gilt, falls sie eines Tages nach Deutschland kommen sollten.

 

Am 06. September kam dann Maren aus Deutschland endlich in Australien an und ich konnte es kaum glauben! Wir haben den Rest der Woche super viel unternommen und ich habe ihr versucht alles zu zeigen, was ich an meiner australischen Heimat so schätze. Wir waren im Granite Gorge, Lake Eacham, Yungaburra, Walkamin, Mareeba, Emerald Ice Creamery, einen Tag in Kuranda und einen anderen in Cairns und haben uns zudem Wasserfälle angeguckt! Natürlich ist die Gold Coast ganz anders als Far North Queensland, aber gerade das macht Australien meiner Meinung nach so interessant! Wir hatten tolle Mädelsabende in Mareeba, denn dort haben wir die erste Woche alle zusammen gelebt. Es war einfach toll ihr mein Zuhause zu zeigen und es nicht immer nur beschreiben zu müssen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedenfalls hat es in dieser Zeit auch alles angefangen mir über den Kopf zu wachsen, denn wir haben verzweifelt nach Farmarbeit gesucht um unser Visum um ein weiters Jahr zu verlängern. Leider konnten wir aber nichts finden. In ein Backpacker Hostel gehen wollten wir nicht, denn dort wird man finanziell so ausgebeutet. Man hätte die Woche $200- $270 bezahlen müssen, je nachdem wie viel man gearbeitet hätte und zudem wäre Zuhause dann mehr zu einem ''Zwangsplatz'' geworden, wenn ihr versteht was ich meine... Es wäre einfach komisch gewesen keinen festen Alltag mehr zu haben und ein Teil der Backpacker Community zu werden... Auch der Vertrag hatte es schon in sich und wir hätten viel Geldverlust gemacht, wären wir früher aus dem Hostel gegangen. Trotzdem haben wir aber nicht so leicht aufgegeben, denn schließlich wollten wir ja erst unser 2nd Year Visa bekommen und dann den großen Roadtrip starten. Also wurde nach dem Housesitting ins zu Atherton näher gelegene Yungaburra gezogen. Dort haben wir drei Nächte im ''On the Wallaby'' verbracht (erstmal nur drei da wir danach den Raum hätten wechseln müssen), welches ich euch nur wärmstens empfehlen kann! Wir haben $25 die Nacht für ein 6er Zimmer bezahlt, in dem wir aber die ganze Zeit nur zu dritt waren. Die ganze Anlage war super gepflegt, mit freundlichem Personal und einer schönen Lage, nicht allzu weit vom Zentrum. Während unseres Aufenthaltes dort haben wir ein Auto von einer australischen Freundin für unbefristete Zeit geliehen bekommen. Das hat uns dann zu der Entscheidung getrieben nach den drei Tagen nach Walkamin ins ''Top of the Crop'' zu ziehen, denn dort war die Miete billiger ($160/Woche) und wir hatten mehr Platz für uns. Zudem lag es auch zwischen all den Farmen und wir waren genau mitten Atherton und Mareeba, den Hochbiegenden der Farming World hier in den Tablelands. Von dort aus haben wir dann versucht alle mögliche Farmen abzufahren und anzurufen, aber nichts erreicht. Zudem ist an dem Tag des Umzugs auch noch unser Auto kaputt gegangen- Motorschaden. Also war unsere einzige Gelegenheit von Walkamin wegzukommen auch erledigt, denn unsere Unterkunft war eine kleine Farmunterkunft am Rande von allem... Hätte ich nicht meinen Freund hier, denn er hat uns sein Auto geliehen und uns somit wirklich aus der größten Katastrophe gerettet, denn ich arbeite ja schließlich noch im Café, musste irgendwie zur Arbeit kommen, die ganz grob 30 Minuten mit dem Auto von Atherton weg ist und wir wollten ja auch in der Lage sein einkaufen zu gehen, etc.

 

 

Wie ihr lesen könnt gab es in den letzen Wochen viel Hin und Her, der mit viel Stress verbunden war und auch kein wirkliches Ende finden wollte. Es war ein komisches Gefühl immer seine Sachen packen zu müssen und weiterzuziehen ohne sich wirklich vom Fleck zu bewegen und das an einem Ort der Erde, den man eigentlich Zuhause nennt. Am 15. September, also letzen Donnerstag hat Maren sich dann dazu entschieden wieder zur Gold Coast zu ihrer Gastfamilie zu fliegen und dort ihre Zeit zu verbringen, mit der Begründung, dass sie einfach ein festes Umfeld braucht.

Am Anfang war ich natürlich geschockt und ich bin auch immer noch ein wenig enttäuscht, dass unsere Pläne sich nun um 380' gewendet haben, aber auf der anderen Seite kann ich ihre Entscheidung total nachvollziehen. Ich habe auch gemerkt, dass ich nicht wirklich weg möchte, da mich einfach zu viel hier hält. Dafür kann ich dann vielleicht nur ein Jahr lang in Australien bleiben, aber habe meine Freunde und Familie hier. Zudem ist es ja auch nicht unmöglich meine Reiseziele von Far North Queensland aus anzusteuern. Und es steht jetzt schon fest: es wird auf jeden Fall zur Gold Coast gegangen um meine Maren zu besuchen und sie kommt erneut hierher um das Great Barrier Reef zu sehen! Wir sind also immer noch sehr gute Freunde und ihre Entscheidung hat nichts daran geändert.

 

Heute Morgen (am 18. September 2016) habe ich Maren dann nach Atherton zum Trans North Bus gebracht, der sie dann am Flughafen abgesetzt hat. Es war wirklich schwer sich zu verabschieden, aber zumindest sind wir beide in Australien und folgen unseren Träumen!

 

Ich hoffe ihr seit nicht ganz zu enttäuscht. Mich hat es auch eine Weile und schlaflose Nächte gekostet um mit den Planänderungen klarzukommen, aber ich denke das ist das Leben und es kommt immer anders als geplant. Ich werde euch aber trotzdem auf dem laufenden halten, denn ich gibt immer einen Plan B (wenn man ihn so nennen kann), aber darüber werde ich euch nächstes Mal erzählen!

Der Autounfall - Gillies Range Road

Wie aus dem Nichts kam dieses weiße schwere Monster mit einer Höllengeschwindigkeit kurz nach einer Kuppel auf mich zugefahren. Auf der falschen Spur! Moment, nicht ich, nein, sondern der weiße Brocken, der im Sekundenabstand immer näher auf mich zukommt. Ich kann es nicht glauben! Wo soll ich hinfahren? Ich kann nicht auf meiner Spur bleiben!! Das Lenkrad nach links gerissen und fest umklammert, Gefahrenbremsung um von den 100km/h wegzukommen, Augen zu und hoffen dass der Fahrer des weißen Landrovers wieder die Kontrolle über sein Auto bekommt und mir doch noch irgendwie aufweichen kann!

Dann spüre ich eine noch nie vorher gefühlte Kraft, die mich nach links schleudert... ich versuche mein Lenkrad nicht loszulassen und den Wagen unter Kontrolle zu halten, bis mein Auto endlich im Hohen Gras zum stehen kommt.  Ich sitze auf meinem Sitz und bin alleine im Fahrzeug. Das war ich aber auch schon vorher, denn ich bin ja schließlich auf dem Weg zu meinem Freund gewesen um mit ihm einen schönen freien Tag zu verbringen.  Montag, 03. Oktober 2016, Feiertag in Australien. Es war nicht das erste Mal, dass ich die Gillies Range hochgefahren bin. Mir wurde schon von vielen Leuten erzählt, dass diese Strecke gefährlich sei, aber um zurück nach Hause zu kommen musste ich sie schon öfters nehmen. Ich war voller Stolz als ich diesen Weg erneut gemeistert hatte und habe nichts mehr schlimmes erwartet, bis dann aus dem Nichts...

 

Ich starrte nur nach vorne und versuchte normal zu Atmen. Bleib ruhig. Was ist mit dem Auto? Was passiert jetzt? Was muss ich als nächstes tun? Wo ist der weiße Landroter? Ich glaube es ist alles gut, denn der Zusammenprall hätte schlimmer sein können! Plötzlich hörte ich wildes Klopfen an der Scheibe. 6 Erwachsene Personen versuchten mich anzusprechen. Das war okay, denn ich konnte sie hören. Ich war bei vollem Bewusstsein. Sie wollten dass ich das Auto verlasse als ich merkte, dass der Motor noch lief. Ich stellte ihn aus, zog die Handbremse an und versuchte die Fahrertür zu öffnen. Es ging nicht. Ich wollte das Fenster hinunter kurbeln. Es ging nicht. Einer der Erwachsenen ist auf mein Autodach geklettert und wollte, dass ich die Beifahrertür öffne, doch auch diese ließ sich einfach nicht öffnen. Ich versuchte auch das Fenster auf dieser Seit zu öffnen und endlich hatte ich Erfolg. Allerdings war ich so zitterig, dass ich die Hand des Mannes nicht richtig greifen konnte und zu dieser Zeit schafften es die anderen Erwachsenen die Fahrertür aufzubrechen. Ich wollte zu dem anderen Auto laufen um zu gucken ob alles in Ordnung ist und ob jemand Hilfe braucht, aber eine der Erwachsenen hielt mich dann zurück. Sie wollte nicht dass ich mich zu viel bewege sagte sie. Gleich danach kamen der Fahrer des Landrevers mit seiner Frau und seinem Sohn schon auf mich zugelaufen.  Alle waren heile. Erst danach schaute ich auf mein Auto und stellte fest, dass es in 1000 Teile zerschmettert war. Ich bin den Ute meines Freundes gefahren und alles was übrig war, waren die Fahrerkabine und die Front des Autos. Meine Seite war komplett verbeult und hatte Lackspuren auf der ganzen Tür verteilt. 

Ich konnte nicht glauben, was gerade passiert war. Wie würde jetzt alles Versicherungstechnisch aussehen? 

Eine der Erwachsenen nahm mich in den Arm und versuchte mich aufzubauen. Zudem rief sie gleich meinen Freund an und berichtet ihm was passiert war. 

 

Jeder fragte mich in Abständen ob ich irgendwelche Scherzen habe, aber mir ging es gut. Keine offenen Wunden, keinerlei Schmerzen. Ich fühlte mich okay, abgesehen von leichten Nackenschmerzen.

Als dann der Krankenwagen kam, wurden alle Beteiligten untersucht. Zum Glück ging es allen gut. Ich musste allerdings mit ins Krankenhaus, da Verdacht auf einen Halswirbelbruch bestand... Zudem war mein Blutdruck auch noch nach einer Stunde nach dem Aufprall viel zu hoch und meine Finger kribbelten. Nach vier Stunden im Krankenhaus und Polizeibefragung ist dann zum Glück auch für mich alles gut ausgegangen und ich durfte mit meinem Freund nach Hause fahren. 

 

Letztendlich ist bei dem Landroter ein Reifen geplatzt, sodass er die Kontrolle verloren hat und mit 100km/h in meine Fahrerseite hineingefahren ist. 

Alle sagen sie wissen nicht wie es sein kann, dass ich ''nur'' mit einem Schleudertrauma und einer Schwellung an den Halswirbeln davongekommen bin und dass ich verdammt Glück gehabt habe. 

Als ich nämlich dem Auto ausgewichen bin, hat mich langes Gras im Graben abgefangen, aber ein paar Meter weiter wäre dort nur eine Steinauer gewesen...

Ich kann nur sagen, dass ich verdammt glücklich bin, dass ich so gut davon gekommen bin und niemandem etwas schlimmeres passiert ist. 

 

In diesem Fall musste ich natürlich die Reisekrankenversicherung in Anspruch nehmen. Darüber schreibe ich euch aber ein anderes Mal. Heute bin ich wieder zurück gefahren und musste die gleiche Strecke wieder nehmen. Es war ein beunruhigendes Gefühl wieder im Auto zu sitzen und am Unfallort die ganzen Reifenspuren zu sehen, aber ich habe alles soweit gemeistert. Ich ruhe mich jetzt ein bisschen aus und versuche die restlichen Kopfschmerzen wegzubekommen!

 

Auf auf nach Cairns - Der Umzug

G'Day ihr Lieben,

 

wie ihr ja schon lesen konntet ist in den letzten vier Wochen sehr viel passiert, was meine Pläne komplett geändert hat. Ich habe mich dazu entschieden das nächste halbe Jahr in Cairns zu verbringen. Nicht nur bei Freunden, in einem Hostel oder Sharehouse. Nein, mein Freund und ich haben uns dazu entschieden zusammenzuziehen und unser eigenes kleines Haus zu mieten. Ein Townhouse mit zwei Zimmern, einer Küche, einem Wohnzimmer, zwei Bädern, einer Waschküche und einem Garten.

Aber nochmal von Anfang, denn ich bin mir sicher, dass ihr wissen wollt, wie wir überhaupt auf die Idee gekommen sind nach Cairns zu ziehen und nicht in den Tablelands zu bleiben? Die Antwort ist garnicht so schwer zu beantworten. Eigentlich wollten wir nicht unbedingt aus Atherton/ Tolga weg, aber da mein Freund ein gutes Jobangebot in Cairns bekommen hat und ich mit meinem Visum nur 6 Monate für den selben Arbeitgeber arbeiten darf (dass bedeutet ich hätte nur noch 3 Monate bei P&P arbeiten dürfen) und es schwer ist in Atherton überhaupt irgendwelche Jobs zu finden, haben wir uns letztendlich für Cairns entschieden!

Hier habe ich innerhalb von 3 Tagen einen Job im Bayleaf Balinese Restaurant gefunden, einem stadtbekannten Restaurant in der Nähe der Esplanade.

 

Da ich dort direkt angefangen sollte zu arbeiten, musste ich bei P&P leider eine Blitzkündigung einreichen und schon nach Cairns ziehen, obwohl wir noch nicht das Haus hatten. Die ersten Tage habe ich dann bei der Schwester meines Freundes gewohnt, bis wir dann letzte Woche Donnerstag offiziell umgezogen sind. Wir sind in ein unmöbliertes Haus gezogen, was bedeutet, dass wir viele Dinge extra kaufen mussten. Zum Glück haben uns aber seine Familie und Freunde viele Dinge von sich gegeben und uns beim Umzug unterstützt. Es war wirklich ein schönes Gefühl den gleichen Familien und Freundesrückhalt zu haben, wie in Deutschland!

 

Jetzt fragen sich viele von euch bestimmt, ob es nicht noch ein bisschen zu früh ist um zusammen zu ziehen, aber ganz ehrlich? Ich war mir noch nie so sicher! Mein Partner und ich haben die Zeit die wir zusammen sind sowieso so gut wie jeden Tag zusammen verbracht und quasi schon zusammen gewohnt, also warum es nicht ganz offiziell machen, haha?

Bisher klappt auch alles sehr gut. Es ist so interessant die Gewohnheiten der zweiten Hälfte kennenzulernen und jeden Tag von der Person umgeben zu sein, die einem so viel bedeutet!

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitswechsel - Jobben mit Backpacker Konditionen

G'Day ihr Lieben,

 

sieht es gut in Australien mit dem Arbeiten aus?

Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, hatte ich bereits viele Jobs seitdem ich hier bin.

Ich hatte die Möglichkeit viele Bereiche zu entdecken und Erfahrungen zu sammeln, was ich wirklich zu schätzen weiß. Ich habe viele Dinge gelernt. Nicht nur weiß ich jetzt sicher, was ich machen möchte wenn ich zurück in Deutschland bin, sondern ist mir auch bewusst geworden, dass man Menschen nicht nach ihrem Beruf beurteilen sollte. Letztendlich geht es nämlich nicht darum,  wie viel man verdient oder wie der eigene Beruf in der Gesellschaft angesehen wird, sondern dass man mit dem was man macht glücklich ist.

 

Glaubt mir, ich kann da ein Lied von singen, denn wenn man mit dem Working Holiday Visum unterwegs ist und noch nicht die größte Arbeitserfahrung mit sich bringt, dann nimmt man eigentlich alles an, was man bekommt.

In diesem Post erzähle ich euch ein bisschen etwas über jeden Job, inkl. den Arbeitsbedingungen, den ich hier in Australien ergattern konnte. Ich habe mich dafür entschieden diesen Post jetzt schon zu schreiben, da ich die nächsten sechs Monate bei meinem jetzigen Arbeitgeber bleiben möchte.

 

Meinen ersten Job habe ich offiziell am 21.07.2016 bei Petals & Pinecones in Atherton begonnen. Das ist ein kleines Familienunternehmen, indem Kaffee, Kuchen und außergewöhnliche Kreationen verkauft werden, aber auch Möbel und Dekoration.

Ich habe mit 12h in der Woche begonnen dort zu arbeiten und bin nachher bis auf 38h die Woche gekommen. Es hat super viel Spaß gemacht dort zu arbeiten, denn man war ein Teil einer kleinen Familie, der ,,P&P Familie''. Insgesamt habe ich dort drei Monate und ein paar zerquetschte Wochen gearbeitet, bis ich gekündigt habe um mit meinem Partner nach Cairns zu gehen.

 

 

 

Am 02.08.2016 habe ich mich zudem im Nightfill bei Atherton SUPA IGA versucht. Das ist im grundgenommen das packen der Ware, aber hier wird es während der Nacht gemacht, wenn sich keine Kunden mehr im Laden befinden. Dieser Job war ebenfalls großartig und hat mega viel Spaß gemacht. Er war echt super entspannt und man hatte Spaß mit den Kollegen. Die Uhrzeit war hier aber leider das Problem, denn da ich kein Auto hatte musste ich entweder ein Taxi nehmen (die in den Tablelands nicht wirklich zuverlässig sind) oder Arbeitskollegen fragen, ob sie mich mitnehmen können, denn Nachts um 12 Uhr noch 1 Stunde nach Hause laufen ist nicht so die beste Idee... Zudem habe ich den Job gleichzeitig zu dem P&P Job gehabt und musste dadurch so viele Steuern zahlen, dass sich der 2. Arbeitsplatz nicht mehr gelohnt hat. Deswegen habe ich mich dann dafür entschieden den Job nach einigen Wochen aufzugeben, obwohl er wirklich toll war.

 

Als dann fest stand, dass Nathan und ich zusammen nach Cairns ziehen möchten, habe ich mich online über SEEK.com.au bei einigen Jobs beworben und innerhalb von einer Woche einen Job in Cairns gehabt- im Bayleaf Restaurant. Ausgeschrieben war eine Stelle an der Rezeption, aber als ich dann mein Interview hatte wollte man mich ab dem 27.09.2016 als Kellnerin im Restaurant. Ob das ein Trick war? Keine Ahnung, aber ich habe zugestimmt, da ich somit fürs erste einen Job in Cairns hatte. Die Stunden waren dann auch ganz gut. Ich bin mit 25h die Woche eingestiegen, aber ich habe immer die Nachtschichten bekommen.

Ich konnte mich nicht ganz mit dem Job anfreunden und hatte auch nicht den optimalen Start, denn nach der ersten Woche im neuen Job hatte ich den Autounfall, nachdem ich erstmal ein paar Tage aussetzen musste... Das fanden die Manager zwar nicht so toll, aber haben es geduldet, da sie meine Arbeit mochten. Ich konnte mich selbst aber nicht so recht mit dem Job in Einklang bringen. Die Kollegen waren zwar super lieb und auch die Arbeitsatmosphäre war nicht schlecht, aber diesen Job wollte ich einfach nicht für die Rest meiner Zeit hier machen... Somit habe ich mir etwas anderes gesucht, und den Reef Job bekommen.

 

Hier wurde mir ab dem 16.10.2016 eine Halbtagsstelle angeboten mit festen freien Tagen. Ich hatte mich super auf diesen Job gefreut, denn ich hatte ihn so toll in Erinnerung. Als ich dann allerdings angefangen habe, war alles anders als damals und als abgesprochen. Meine Aufgaben bestanden darin 5 Tage in der Woche 10h lang (das nur zu halbtags) Geschirr einzusammeln, abzuwaschen und die seekranken Passagiere zu versorgen. Also nichts, was ich für die nächsten 6 Monate jeden Tag machen wollte. Der Fakt, dass ich aus Zeitmangel einfach keine Freizeit haben konnte und dass, obwohl ich hier bin um Dinge zu erleben und entdecken. Dies hat mich unglücklich gemacht und ich habe angefangen zu überlegen, was mich in der Zeit hier in Australien glücklich machen könnte und mir die Kriterien bietet, die mir wichtig sind. Letztendlich habe ich bei Great Adventures gekündigt. Allerdings hatte ich trotzdem eine schöne Zeit und hier sind ein paar Fotos:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glücklicherweise habe ich schnell etwas neues bekommen und das auch noch direkt vor meiner Haustür! Und zwar erneut bei IGA in Cairns aber diesmal als Kassiererin. Dort ist im Moment alles im Prozess und ich werde am 08.11.2016 beginnen zu arbeiten. Viele von euch werden sich jetzt bestimmt die Frage stellen, wieso ich den Great Barrier Reef Job gegen einen Platz an der Kasse eingetauscht habe und meine Antwort ist, dass ich jetzt endlich mehr Zeit habe und glücklich sein kann!

 

Update am 11.09.2017: 

Nach 6 Monaten bei IGA kann ich mich immer noch nicht beschweren. Der Job war wirklich toll, ich hatte tolle Mitarbeiter, habe mein Geld immer pünktlich bekommen und auch sonst war alles gut. Das einzige was ein wenig negativ war, waren die unregelmäßigen Stunden. So konnte ich in einigen Wochen mehr verdienen als in anderen. Aber auch das war kein riesiges Problem und ich bin letztendlich bis zu dem 08.05.2017 dort geblieben. Nach den 6 Monaten musste ich mir noch einmal etwas neues Suchen, was sich etwas schwieriger für nur 2 Monate gestaltete, aber auch dies war letztendlich kein Problem. Ich habe dann noch für die restliche Zeit in einem kleinen Kaffee gearbeitet und habe es abgöttisch dort geliebt!

Crystal Cascades, Fairy Falls & Cairns Beaches

G'Day ihr Lieben,

 

ich habe mich schon wieder eine ganze Weil lang nicht gemeldet, aber ich finde wirklich kaum Zeit zum bloggen. Wenn ich dann die Zeit hätte, bin ich nie wirklich motiviert etwas zu schreiben. Da ich aber möchte, dass die Erfahrungen die ich mit euch teile, auch so ausgeschmückt, wie möglich sind, warte ich lieber auf den richtigen Moment, in dem ich Spaß habe am schreiben!!

 

Jedenfalls ist wieder so viel Zeit vergangen und in dieser Zeit ist super viel passiert. Nicht, dass es mir so vorgekommen wäre, aber als ich zurückgeblickt habe, ist mir erstmal aufgefallen, wie viel ich erlebt habe!

Cairns ist eine ziemlich große Stadt für australische Verhältnisse und das Freizeitangebot ist einfach fantastisch! Mal abgesehen von den typischen Dingen, die man in jeder Stadt findet, wie öffentliche Bäder, Shopping Center, Clubs, etc. bietet die Natur eine große Bandbreite an freier Unterhaltung. Es gibt viele wunderschöne Traumstrände, Wasserfälle, Regenwälder und vieles mehr! Und genau darum wird es heute gehen, denn vor einigen Wochen habe ich die Crystal Cascades mit Freunden besucht und wir hatten eine gute Zeit.

 

Aber was sind die Crystal Cascades? - Als ich das erste mal an der Beschilderung für dieses Naturwunder vorbeigefahren bin, dachte ich, dass es sich um Höhlen oder so etwas in der Art handle, aber als meine Freunde mich dann gefragt haben, ob ich mit ihnen dorthin fahren möchte, habe ich festgestellt, dass es sich eigentlich um einen wunderschönen Fluss handelt. Wenn man von dem Parkplatz aus ein wenig läuft, kommt man an klare Wasserstellen des Flusses, in denen man schwimmen gehen kann, ohne Krokodile befürchten zu müssen (was hier wirklich selten ist, haha). Es ragen viele Steine aus dem Wasser hervor, von denen man sich mit Vergnügen aus ins angenehme Frische stürzen kann.  Auch viele kleine Fische kann man erblicken und wenn man genug vom Nassen hat, trocknet man sich in der Sonne und genießt den Regenwald und seine einzigartigen Geräusche. Hat man danach das Verlangen sich noch ein wenig mehr zu bewegen, kann man dem Hauptweg bis zum Ende folgen und wird von einem schönen Wasserfall überrascht, an dem man sich sogar erneut erfrischen kann.

Insgesamt war ich jetzt schon öfter an diesem Ort und hatte letztes Wochenende viel Spaß mit Vanessa, meiner italienischen Gastschwester und einer ihrer Freundinnen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ebenfalls in der Nähe der Cascades kann aber noch viel mehr sehen. Die sogenannten ,,Fairy Falls''. Durch ein kleines Stück Regenwald liegt ziemlich abgelegen ein noch schönerer Wasserfall, in dem man ebenfalls schwimmen gehen kann. Allerdings verlangt es ein bisschen Mut über den unebenen Weg zu laufen und über nasse Steine und Felsen zu klettern, an kleinen Abhängen vorbei. Der Ausblick am Ende dieses Abenteuers lohnt sich aber auf jeden Fall! Und dadurch, dass der Wasserfall so abgelegen liegt, wissen meist nur die Einheimischen von ihm und somit ist es hier auch nicht zu überlaufen! Aber Achtung, auf dem Rückweg zum Auto habe ich hier meine erste lebende Schlange gesehen und es hat nicht viel gefehlt, dann hätten wir beide eine nicht so toll Begegnung gehabt, haha.

 

Aber hier gibt es wie gesagt nicht nur Wasserfälle und Flüsse, sondern auch das Meer ist gleich vor der Tür. Seitdem ich mit meinem Partner nach Cairns gezogen bin, habe ich immer wieder neue Strände erkundet und kennengelernt. Einer von ihnen ist Ellis Beach, ein bisschen weiter von der Innenstadt entfernt, aber wunderschön! Hier habe ich ein gemütliches Abendessen mit Freunden erlebt. Auch Yorkeys Knob gehört neben Palm Cove zu einem meiner Lieblingsstrände. Hier ist die Sandfläche ziemlich groß und der Strand ist nicht zu überrannt. Ein Tag mit Freunden, oder auch alleine an diesen beiden Fleckchen der Welt, kann Wunder wirken!

 

 

 

 

 

 

Ich werde mich hier noch weiter auf die Suche nach schönen Plätzchen in der Natur machen und euch davon berichten.

Viele australische Geburtstage

G'Day ihr Lieben,

 

auch in Australien feiert man seinen Geburtstag. Es werden Familie eingeladen und Freunde eingeladen, Spiele gespielt und definitiv kann ich nicht verneinen, dass Alkohol eine große Rolle spielt. Diese bestimmte Konstanz hat hier nämlich bei vielen Aussies einen besonders hohen Stellenwert. Von XXXXGold zu Carlton, zu Cruisern, bis hin zu vielen anderen alkoholischen Getränken. So viel, dass man es garnicht alles ausprobieren kann...

 

 

Am 29.10.2016 bin ich auf Erins Geburtstag eingeladen gewesen. Sie hatte sich dafür entschieden in einer kleinen Runde im Tolga Pub zu feiern. Der Abend war auch wirklich schön! Mit insgesamt 5 von uns haben wir den Abend während eines super leckeren (dafür ist der Pub bekannt) Essens einfach nur genossen. Es gab viel zu bereden und somit auch nicht gerade wenig zu lachen! Schließlich sehen wir uns alle nicht so oft zusammen und es war einfach toll mal wieder in einer größeren Gruppe zusammen zu sein!

 

 

 

Ein paar Tage später war dann der Geburtstag von der Mama meines Freundes. Sie hat ganz gemütlich mit der ängsten Familie zu Hause gefeiert und es gab frisch gekochtes Essen vom Papa. Es war wirklich schön! An diesem Tag habe ich auch endlich die Großeltern meines Partners kennengelernt und wir hatten viele tolle Themen über die wir uns bis spät in die Nacht unterhalten haben!

 

Dieses Wochenende (21.11- 23.11.2016) gab es dann einen 18. zu feiern- den Geburtstag der kleinen Schwester meines Freundes. Die Feier hat am 21. im Tolga Pub begonnen. Da konnte ich aber leider nicht dabei sein, weil ich am nächsten Morgen arbeiten musste. Deswegen bin ich am Samstag Nachmittag gegen 4 dazu gestoßen. Die Feier fand zu Hause statt und ich kann nur sagen, dass ich noch NIE in meinem Leben so viele betrunkene Menschen gesehen habe, aber gleichzeitig hatte ich auch den Spaß meines Lebens! Ich habe nette tolle Leute kennengelernt und kenne jetzt fast jedes einzelne Gesicht dieser wunderbaren Familie!

Our Italian is leaving

G’Day ihr Lieben, 


der letzte Donnerstag Mittag (01. Dezember 2016) war nicht gerade ein alltäglicher, denn ich musste mich von jemandem verabschieden, der mir in den letzten fünf Monaten sehr ans Herz gewachsen ist. 

Um 11.30 Uhr bin ich zum Flughafen in Cairns gefahren und wurde von meiner Gastmutter schon erwartet. Sie hat mir dann gezeigt wo der Rest der Familie saß und ich habe meine italienische Gastschwester mit meiner Anwesenheit überrascht. Wir hatten schon am Sonntag eine kleine Abschiedsfeier für sie organisiert und dadurch dachte sie, dass wir uns nicht mehr sehen würden.

Es war toll sie nochmal am Flughafen zu sehen und mich richtig bei ihr zu verabschieden. 


Ihr Flug ging um 12.30 Uhr mit Qantas nach Brisbane und von dort aus über die Vereinigten Emiraten zurück nach Italien. In der letzten Stunde haben wir uns dann in ein Café gesetzt und einfach die restliche Zeit miteinander genossen. Bis dorthin war auch alles gut, aber als dann ihr Flug aufgerufen wurde, stieg die Nervosität in allen von uns. Wir hatten uns vorgenommen nicht zu weinen, aber daraus ist dann doch nichts geworden. Nach dem ersten Abschied folgte der zweite und daraufhin direkt der dritte. Es war wirklich nicht einfach sie gehen zu lassen. 

In diesem Moment hatte ich dann den Gedanken, dass ich in ein paar Monaten in ihrer Situation stecken werde und es kam das gleiche Gefühl auf, dass ich damals 2013 hatte, als ich Australien verlassen im Dezember habe. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht so ganz wusste, was ich davon halten sollte. Auf einer Seite vermisse ich definitiv meine Familie und Freunde in Deutschland und kann es kaum erwarten sie alle wiederzusehen, aber auf der anderen Seite möchte ich Australien und somit meinen Partner, die Familie und meine Freunde nicht verlassen, denn ich liebe mein Leben hier!

Ich hätte innerlich zerbrechen können, als ich daran dachte -an den Moment, an dem ich gehen muss. 

 

Aber genug von diesen Gedanken. Vanessa, meine Gastschwester, hatte einen guten Rückflug und lebt sich jetzt wieder langsam in Italien ein. Meine Gastfamilie und ich sind zusammen zu unseren Autos gegangen, haben uns noch ein bisschen unterhalten und letztendlich bis zum nächsten Mal verabschiedet. Anschließend ging es für mich wieder nach Hause. Es ist wirklich noch so ungewohnt komplett auf eigenen Beinen zu stehen, in einem Land, in dem so viel gleich ist, aber noch viel mehr anders! Ich genieße meine nächsten Monate noch in vollen Zügen und melde mich bald bei euch zurück.

 

 

 

 

Thank you so much for all the great times we had and the memories we share! I love you Queen V. my favourite Italian!

 

 

Weihnachten in Australien

Bei 33' und 80% Luftfeuchtigkeit im Bikini in Queensland am Strand liegen und in der Sonne entspannen. Gleichzeitig mit der Familie ein paar Gläser Wein genießen und Rum Balls essen. 

 

 

G'Day ihr Lieben, so funktioniert Weihnachten in Australien. 

 

Aber wie läuft eigentlich die Vorweihnachtszeit ab und welche Unterschiede gibt es zu Deutschland? 

Am 01.Dezeber beginnt die Weihnachtszeit. Ab diesem Zeitpunkt ist der ganze Weihnachtsschmuck in der Stadt zu sehen und es wird begonnen die Menschen mit Weihnachtsmusik in die richtige Stimmung zu versetzen. Egal wo man hingeht, das ,,Weihnachtsfeeling'' ist irgendwie immer anwesend. In den Lebensmittelläden kann man plötzlich allerlei australische Weihnachtsleckereien kaufen und auch der berühmte Weihnachtskalender wird hier nicht ausgelassen. Allerdings nimmt Cadbury überwiegend den Platz von Lindt ein und Milka ist plötzlich ganz verschwunden! 

Zudem beginnt die Zeit der Weihnachtsfeiern, ob auf der Arbeit, oder im Sportverein.

Von extrem geschmückten Häusern kann man hier nicht genug bekommen und der Kunststoffweihnachtsbaum wird ebenfalls ab Anfang Dezember aufgestellt.  

 

Aber was ist denn jetzt eigentlich anders?

Naja, abgesehen von dem Fakt, dass in Australien gerade Hochsommer ist und die Weihnachtskalender im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten, gibt es auch keinen Nikolaus am 06. Dezember, geschweige denn die Adventstage.

Auch das ganze tolle traditionelle deutsche Weihnachtsgebäck und die Süßigkeiten kann man hier nicht kaufen, bzw. nur als ,,Sonderedition'' im Woolworths. Christmas Carols spielen eine ganz große Rolle und viele örtliche Chöre und Schulgruppen treten auf um Weihnachtsstimmung zu verbreiten.

 

 

 

Aber wie war eigentlich mein Weihnachten? 

 

Ich denke um euch am besten zu erklären wie anders der 12. Monat Downunder zu dem in Deutschland ist, sollte ich euch etwas über meine ganz persönlichen Erfahrungen erzählen. Zum Glück hatte ich vom 24.- 29.12.2016 von der Arbeit frei bekommen, denn die Familie meines Partners hat uns über die Feiertage in ihre Ferienwohnung eingeladen. Somit ging es dann am ,,Christmas Eve'' (24.12.) nach Kurrimine Beach zum Strandhaus der Familie. Nachdem wir alle begrüßt hatten, sind wir zu der älteren Schwester meines Freundes nach Palm Beach gefahren und haben uns einen gemütlichen Film- und Pool Abend gemacht. 

 

 

 

Am nächsten Morgen war so weit: Christmas Day (25.12.)- der Tag der Familie und Bescherung. Zum Frühstück gab es dann ein riesiges Familienessen mit Toast, Bacon & Egg, Pancakes und vielen weiteren Dingen. Wir hatten alle sogenannte ''Bon Bons'' auf unseren Tischen, die wir jeweils zu zweit ziehen mussten. Der Gewinner war derjenige, der das längere Stück in seiner Hand hatte und dieser musste eine Krone aufsetzten und durfte alles was in dem Bon Bon war behalten. 

Anschließend ging es dann an die Bescherung. Die hat bei uns gut 2 Stunden gedauert, weil die ganze große Familie da war. Einer hat ein Geschenk nach dem anderen verteilt, sodass jeder sehen konnte was jeder geschenkt bekam. Das war wirklich schön und harmonisch. Dabei gab es dann viel zu lachen und anschließend viel zu spielen.

Gegen Mittag haben mein Freund und ich uns dann zurück auf den Weg zum Strandhaus gemacht, haben Zeit mit seinen Großeltern verbracht und sind anschließend eine Runde Kajak auf dem Meer gefahren. Das war wirklich ein schönes Erlebnis, denn von unseren Booten aus konnte man das Great Barrier Reef sehen. Es war wirklich nur einige Meter vom Strand entfernt. Allerdings mussten wir beim einsteigen in die Boote auf Krokodile und Quallen acht nehmen. Am Abend gab es ein wunderbares BBQ mit frisch gefangenen Krabben und Krebsen. 

 

 

Der 26.12 war super ereignisreich. Wir sind nämlich am frühen Morgen mit dem Boot in die Mangroven gefahren und haben unsere Krebsnetze auf Fang geprüft. Mein Freund hat dann die Käfige aus den Wassern gezogen, wobei wir alle achtsam sein mussten und ein Auge nach Krokodilen aufhalten mussten. Danach sind wir dann über einen langen Fluss gefahren um den Vater meines Freundes abzusetzen und anschließend über das Reef zurück zum Strandhaus gefahren. Abends hat sich dann die ganze Familie zusammen getan um ein wenig Cricket zu spielen. Dieser Tag war einfach toll und ich habe so viele neue Dinge (kennen)gelernt.

 

 Am 27.12. haben wir dann ein bisschen im Haus entspannt und haben uns von den Sonnenbränden erholt, die wir vom Tag davor hatten. Gegen Mittag haben mein Partner und ich uns dann von seiner Familie verabschiedet und sind wieder nach Hause ins ca. 2.5h entfernte Cairns gefahren.

 

Die Weihnachtszeit war wirklich ganz anders als in Deutschland für mich. Sie war wirklich interessant, aber ich muss doch zugeben, dass ich die traditionellen Feiertage in Deutschland vermisst habe und für mich gehört einfach Schnee dazu.

 

Thank you so much for all those amazing days we spent together! I loved and appreciated everything I experienced and we did! I am so grateful I was a part of this! 

*Merry Aussie Christmas*

Australia Day 2017 & Australian Venom Zoo

G'Day ihr Lieben,

 

es ist jetzt schon wieder ein wenig her, seitdem ich mich das letzt Mal gemeldet habe. Allerdings muss ich mich in letzter Zeit um viele Dinge kümmern und da bleibt dann kaum Zeit für den Schreibtisch und den Mac.

Deshalb erzähle ich euch in diesem Post einfach mal über zwei tolle Erlebnisse.

 

 

Beginne ich mit dem 26. Januar 2017. In Australien wird jedes Jahr der Nationalfeiertag, auch Australia Day genannt, sehr groß gefeiert. An diesem Tag sind fast alle Läden geschlossen, außer die berühmten australischen Trinkmärkte, in denen man nichts außer die verschiedensten Sorten von Alkohol bekommt. Einige Supermärkte haben ebenfalls geöffnet, so auch der IGA in dem ich zur Zeit arbeite.

Glücklicherweise hatte ich an dem Tag frei und konnte dadurch mit meinem Partner einen schönen Australia Day genießen. Aber wir haben nicht alleine gefeiert, nein, sondern mit der Familie und guten Freunden. Es war wirklich ein schöner Tag. Bei warmen 30'C in der Sonne Kubb und Cricket spielen, miteinander etwas trinken und viel reden und am Nachmittag dann die Würsten auf dem Grill braten um den Tag mit einem typischen Aussie- BBQ zu beenden. Wir hatten wirklich einen schönen entspannten Tag. Laut meinem Partner nicht den traditionellsten, aber trotzdem einen sehr schönen! 

 

Zwei Tage später sind wir dann nach Kuranda gefahren, einem kleinen Dorf welches zwischen Atherton und Cairns liegt. Dort gibt es viele Touristenattraktionen, u.A. die Koala Gardens, das Butterfly Sanctuary, Birdsworld, die ich schon 2013 besucht habe und den Australian Venom Zoo. Dort gab es Schlangen, Spinnen, Skorpione und andere Lebewesen aus der Region. Zuerst durften wir durch den frei zugänglichen Bereich laufen, indem es extrem giftige Schlangen in Terrarien zu sehen gab. Außerdem gab es dort Frösche und Gekkos. Nachdem wir in diesem Bereich alles angeschaut hatten, sind wir wieder zu der Rezeption gegangen und ein Mitarbeiter hat uns eine private Tour durch die unzugängliche Zone gegeben. Dort durften wir dann schlangen halten und er hat uns alles mögliche über Schlangen, Spinnen, Frösche und Skorpione erzählt. Wie ihr gift wirkt, wie man Gifte in Medizin umwandelt und natürlich auch, wie man die Arten vor dem Aussterben schützen kann. Im Anschluss durften wir dann noch eine weitere Schlange halten und Fotos machen.

Die private Tour bekommt man automatisch, wenn man sich das Museum anschauen möchte und ds ist meiner Meinung nach sehr empfehlenswert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Farmarbeit - 2nd Year Visa - Backpacker Leben

G'Day ihr Lieben,

 

ich habe es geschafft nach wochenlangem herumtelefonieren an einen Farmjob für Bananen heranzukommen. Mein Ziel war es mit meinem Partner länger in Australien Zeit verbringen zu können, denn nach 3 Monaten Farmarbeit hat man die Möglichkeit sein Visum um ein weiteres Jahr verlängern zu lassen. Allerdings ist nicht alles so gelaufen wie es geplant war, aber erstmal von Anfang an:

 

Nachdem ich endlich eine Farm gefunden hatte, wollte der Manager dass ich direkt den übernächsten Tag anfange dort zu arbeiten. Das war kein großes Problem, denn ich hatte sowieso frei. Ich musste mir nur neue Arbeitsschuhe (Boots) und Arbeitskleidung kaufen. Allerdings befand sich die Farm in Mareeba und diese Stadt wird durch die Kuranda Range von Cairns getrennt. Es liegen zwischen den beiden Orten zudem eine gute Stunde Autofahrt. Deswegen haben mir die Eltern meines Partners angeboten während der drei Monate die wir geplant hatten, bei ihnen zu leben.

 

Ich habe dann die Farmarbeit ca. 4,5 Monate vor meiner angesetzten Abreise begonnen. Hier kann ich euch schonmal direkt sagen, dass dies ein großer Fehler war! Solltet ihr wirklich euer Visum verlängern wollen, beginnt so früh wie möglich mit der Farmarbeit, denn bei mir hätte nichts mehr dazwischen kommen dürfen. Kein Regen der den Arbeitsprozess gestört hätte; keine Krankheitsausfälle, da diese nicht als gearbeitete Tage eingerechnet werden; keine sonstigen Unterbrechungen; etc. ,denn auch das Visum kann bis zu 6 Wochen brauchen um bearbeitet zu werden. Gerade bei dem zwei Jahres Visum muss man mehr Zeit einplanen, da mehr geprüft werden muss als bei dem ersten und es definitiv nicht verschenkt wird!

 

Generell muss man um das Visum zu bekommen 88 Tage Farmarbeit nachweisen können. Allerdings wurde mir von dem manager erzählt, dass solange man seine ganze Zeit auf der selben Farm verbringt, man nur genaue 3 Monate arbeiten muss. Das bedeutet, dass die freien Arbeitstage mit eingerechnet werden, solange es nicht zu viele sind. Wie viele es aber letztendlich sein durften, konnte keiner beantworten.  Ich musste jeweils 10- 12h, 4 Tage in der Woche auf der Farm arbeiten (von Montag bis einschließlich Donnerstag). Der Freitag war optional. Allerdings hat jeder zusätzlich den Freitag gemacht, da keiner wusste ob man ansonsten später Probleme mit dem Visum bekommen würde und es gab zusätzlich mehr Geld. Auf meiner Farm gab einen festen Stundenlohn (Mindestlohn). Das ist sehr wichtig bei Farmarbeit! Achtet darauf, dass ihr nicht nach kg oder Stückzahl bezahlt werdet. Natürlich könnt ihr somit auch mehr Geld machen (je nachdem was ihr pflückt), aber genauso hoch stehen die Chancen kaum Geld für Knochenarbeit zu verdienen. Wenn ihr noch zusätzlich einen weiteren Job habt, wie ich zu der Zeit, empfiehlt es sich allerdings sich zu entschieden, da wenn man zwei Arbeitsplätze während der drei Monate hat nur die vollen 88 Arbeitstage gezählt werden. Das wäre sehr knapp mit meiner Zeit geworden und deswegen habe ich mich dazu entschieden mich nur auf Farmarbeit zu konzentrieren.

 

 

An meinem ersten Arbeitstag hieß es dann abrupt nach Atherton ziehen und meinen Partner erst einmal zurücklassen. Ich musste morgens um 6.30 Uhr an der Farm sein und meine neuen Schuhe bereithalten (ihr werdet wahrscheinlich auch für jeden neuen Arbeitsplatz auf einer Farm ein neues Paar Schuhe kaufen müssen. Es geht hierbei lediglich um Pflanzenkrankheiten, die die komplette Saat zerstören können). Diese wurden dann überprüft und nachdem ich sie angezogen hatte musste ich zusätzlich durch ein Wasserbecken laufen um möglich Keime zu vernichten. Von dort aus ging es dann mit extrem alten, aber irgendwie auch richtig coolen, Jeeps zum Produktionsschuppen. Nach einer halben Stunde um sieben Uhr klingelte es dann zum Arbeitsbeginn. Allen Mitarbeitern wurden ihre Jobs zugeteilt. Es gab extrem viele Backpacker, aber auch der ein oder andere Australier war dabei. Abgesehen von mir gab es dann an dem Tag noch 3 weitere Neuanfänger. Wir haben dann alle eine Einführung bekommen, musste unsere Angaben weitergeben, wurden durch den Produktionsbereich geführt und haben alle Regeln und den Ablauf von Bananenproduktion kennengelernt.

 

Direkt danach wurden wir zu unserem ersten Job geführt. Dort mussten dann bis zum Schichtschluss Plastiktüten falten. Zwischendurch hatten wir insgesamt 45 Minuten Pause auf den ganzen Tag verteilt. Die Arbeit ging einem ziemlich in den Rücken, denn mann musste auf einer Stelle stehen. Sobald man den Platz wechseln wollte, oder angefangen hat zu reden, war es sehr wahrscheinlich eine Verwarnung zu bekommen.

In den weiteren Tagen musste ich dann die Plastiktüten weiter falten, die Toiletten reinigen, riesige schwere Bananenhände in den Wasserbecken anheben und auf Druckstellen prüfen, 40kg Tonnen entleeren, Eisenwagen in die Produktionshalle schieben, etc.

 

Das kontinuierliche stehen war wirklich sehr schmerzhaft für meinen Rücken. Allerdings konnte ich mich zu Beginn damit abfinden. Was mich aber mehr störte, war der psychische Druck den die Manager auf einen ausübten. Beim trinken wurde man sehr oft mit musternden Blicken angeschaut. Andauernd wurden etliche Mitarbeiter angeschrieen. Teilweise vor versammelter Mannschaft. Beleidigungen und Kündigungsdrohungen gehörten quasi zum Alltag. Man fühlte sich einfach wie ein Tier. Ich persönlich wurde nicht angeschrieen, aber alleine dass anderen mit der Kündigung gedroht wurde, die fast ihre 3 Monate auf der Farm verbracht hatten, schmiss bei mir Fragen auf: Was wenn ich fast meine Zeit abgearbeitet hätte und wäre dann entlassen worden? Zudem stand man die ganze Zeit unter Druck, gerade weil man Angst hatte etwas falsch zu machen. Wurde jemand gekündigt, standen am nächsten Tag wieder 3 neue Backpacker an der Türschwelle. Deswegen gab es auch keine zweiten Chancen. Wenn man nicht schnell genug war, oder den Managern deine Nase nicht gepasst hat, konnte man gehen. Sogar Muskelprotzen haben gekündigt, weil die Arbeit teilweise einfach unzumutbar war. 

Nach ein paar Woche hatte ich mich dann auch dafür entschieden zu meinem alten Job zurückzukehren. Dort wurde ich wieder direkt eingestellt und wieder liebenswert aufgenommen. Ich wollte nicht meine Gesundheit und die letzten Monate mit meinem Partner riskieren. Im Nachhinein habe ich zusätzlich noch herausgefunden, dass an dem selben Tag an dem ich meine Kündigung eingereicht hatte, noch 10 weitere Leute das gleiche getan haben. Ich habe mich sehr sehr schwer mit dieser Entscheidung getan und habe lange gebraucht um diese Entscheidung zu treffen, aber ich habe sie bis zum heutigen Tag nicht bereut.

 

So, das war meine Erfahrung zu dem Thema Farmarbeit in Australien. Ich denke es ist Glückssache was für eine Farm ihr erwischt. Ich hatte nunmal keins ins dieser Angelegenheit. Wichtig ist nur, dass ihr euch wohlfühlen musst bei dem was ihr tut. Lasst euch genügend Zeit bei der Suche und recherchiert ebenfalls über die Farm.

Wenn ihr Fragen zu diesem Thema habt, schreibt mich gerne an.

Mount Garnet - Aussie Ostern, Pferderennen und Stierreiten

G'Day ihr Lieben,

 

vergangenes Wochenende war einfach wundervoll. Wir haben Ostern unter dem freien Sternenhimmel neben dem Lagerfeuer in Mount Garnet verbracht.

 

Am Freitag Morgen ging es los: von Cairns nach Atherton und von dort aus direkt zu Mount Garnet, einem kleinen Dorf im tieferen Queensland, ca. 2,5h von der Küste.  Mit dem vollgepackten Auto über ,,Dirtroad'' und letztendlich zum ,,glamping'' (glamorous camping) in der Familienhütte meines Partners- einfach eine wunderschöne Erfahrung.

 

Der Weg über die Atherton Tablelands war atemberaubend. Eine grüne Hügellandschaft mit Vieh und ab und zu ein paar Häuser. Nachdem wir Ravenshoe erreicht hatten, änderte sich die Landschaft von grün zu braun- rot. An den Straßenseiten sah man nun Termitenhügel und Eukalyptusbäume in rot- brauner Erde, anstatt Palmen und weitere grün- blühende Pflanzen. Je länger wir fuhren, desto mehr wurden wir von Outback umgeben.

 

 

 

 

 

Als wir ankamen waren bereits alle dort und ich habe erstmal eine Tour bekommen. Nachdem wir unseren Schlafplatz in einem Ute organisiert hatten, lud das Wetter zum Golfen ein. Ich habe dann herausgefunden, dass golf eine beliebte Sportart in Australien ist und habe es erstmal von meinem Partner gezeigt bekommen. Nachdem er mir die Basics beigebracht hatte ging es auch schon los. Der Golfplatz war riesig und bot gleichzeitig die Strecke für Pferderennen dar. Nach ein paar Löchern war es dann auch noch Abend und es wurde dunkel.

Umzingelt von Eukalyptus- und weiteren stereotypischen australischen Bäumen konnten wir den Sonnenuntergang genießen. Am Abend gab es dann eine Runde am Lagerfeuer mit viel selbst gemachter Musik.

Auch die Nächte im Ute waren unvergesslich! Es war zwar sehr kalt, aber der Sternenhimmel dafür umso schöner! 

 

Der nächste Morgen war sehr kühl. Nachdem ich mich aber am Kamin aufwärmen und eine heiße dusche nehmen konnte, wurde es allmählich wärmer.  Uns waren am Tag zuvor ein paar Lebensmittel im Camp ausgegangen, so mussten wir in die 30 Minuten entfernet Stadt nach Inner Hot Springs fahren um Nachschub zu kaufen. Dort haben wir es uns aber erst einmal gut gehen lassen, denn die Stadt ist für ihre heißen Quellen bekannt. In dem einen Moment ist es angenehm warm, im nächsten extrem heiß und dann richtig kalt. Es war sehr interessant sich an der Quelle entlang zu tasten und falls ihr irgendwann mal die Möglichkeit habt Inner Hot Springs zu besuchen oder ihr die Stadt bei der Durchreise abpasst, empfiehlt es sich einen kleinen Stop einzulegen.

Nach dem Einkaufen ging es wieder zurück durch die verlassene Landschaft Australiens zum Familiencamp.

Bevor es anfing zu regnen, hatten wir uns dazu entschieden noch einmal den Golfplatz besuchen zu gehen und haben erneut ein paar Löcher gespielt. Als uns dann aber die ersten Regentropfen erreichten waren wir erst einmal von etwas ganz anderem abgelenkt. Direkt vor unseren Augen hatte sich ein riesiger Regenbogen gebildet und in der Ferne erstrahlte ein zweiter, der immer stärker wurde. Als diese erloschen, entschieden wir uns dafür wieder ins Camp zu gehen. Dort angekommen, spielten wir bis tief in die Nacht Musik.

 

Am Sonntag kam dann für die kleinen Mitglieder der Familie der Osterhase und brachte ganz viel Schokolade. Nachdem wir uns mit Kaffee und Tee wieder aufgewärmt und gefrühstückt hatten, hieß es für meinen Partner und mich: Rückreise antreten. Wir hatten noch vor ein wenig Sightseeing auf dem Rückweg zu betreiben und entschieden uns somit gegen frühen Mittag das Camp zu verlassen. Auf unserer Tour zurück haben wir dann die wunderschönen Millstream Falls, Ravenshoe und Herberton besucht und hatten eine gemütliche Rückreise nach Cairns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ungefähr zwei Wochen später ging es dann erneut zu Mount Garnet. Dieses Mal allerdings wegen der jährlichen Races. Dort fanden dieses Jahr zwei Tage lang Pferderennen und einen Tag lang Stierreiten statt. Wir sind am Freitag den 28.04.2017 spät am Abend angekommen, damit wir den zweiten Tag der Pferderennen richtig genießen konnten. Am 29.04. fand dann der offizielle große Tag der Rennen statt, an dem man sich für die Tradition ,,Fashion on the Fields'' bewerben konnte. Dort werden die schönsten Race- Outfits gewählt und es werden Teilnehmer in verschiedenen Kategorien gekrönt. Auch wir haben uns ein wenig herausgeputzt, aber nur zum vergnügen. Nachdem wir auf dem Platz angekommen waren, haben wir direkt mit gewettet und auf Pferde gesetzt. Natürlich nur eine kleine Summe und auch nur damit ich sehen konnte, wie so ein Pferderennen funktioniert. Dann fing auch schon das erste Rennen an und ich muss sagen, dass es wirklich interessant war. Allerdings habe ich wirklich gehofft dass keines der Pferde stürzt, da sie ansonsten bei Brüchen erschossen werden... Das ist auch der Aspekt den ich nicht gut an Pferderennen finde, aber da gibt es viele geteilte Meinungen. Ansonsten muss ich sagen war es eine schöne Erfahrung! Wir hatten viel Spaß mit unserer Gruppe und dieser Tag wird unvergesslich bleiben. 

In der selben Nacht gab es dann eine Gatsby (1920er) Geburtstags Party, wofür sich alle im Camp verkleidet haben. Wir haben dann die ganze Nacht lang Musik gespielt und ein paar Leute waren am nächsten Morgen als mein Partner und ich wieder wach wurden immer noch am spielen. Ich denke mal ich kann jetzt behaupten, dass ich alle Aussie- Klassiker wenigstens einmal im Leben gehört habe! :D Nach dem Frühstück ging es dann mit Picknick Decke in die Stierarena. Dort haben wir uns einen der begehrten Schattenplätze gesichert und konnten für Stunden die Cowboys auf ihren Pferden und die Stierreiter betrachten. Ich muss sagen dass ich dieses Event sogar noch interessanter als die Pferderennen fand. Die Raffinesse Stiere mit einem Lasso zu Fall zu bringen und das Vertrauen der Cowboys in ihre Pferde war einfach klasse! Auch der Mut und die Kondition die dahinterstecken um auf einem Bullen zu reiten sind beachtenswert! Allerdings muss ich an dieser Stelle sagen, dass dieses Event für Tierliebhaber wahrscheinlich eher ungenießbar ist. Meiner Meinung nach sollte man es aber trotzdem mal gesehen haben. 

 

Am Abend vom 30.04. ging es dann wieder gemütlich zurück in die tropische Heimat Cairns. 

 

 

 

 

 

 

 

Anzac Day - Babinda Boulders, Waterfalls & Skywalk

G'Day ihr Lieben,

 

am 25.04.2017 zum ANZAC Day sind mein Partner und ich ins Auto gestiegen und haben einen spontanen Tagestrip durch die Cairns Gegend gemacht. Unser erstes Ziel waren die Babinda Boulders. Wunderschön geformte Felsbrocken, als seinen sie von Menschenhand, umgeben von kristallklarem Wasser. Schwimmen gehen dufte man auch aber dafür war es uns ein wenig zu voll und auch ziemlich kalt. Deswegen haben wir lieber den Waldweg gewählt. Von dort aus ist man entlang des Wassers gelaufen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend sind wir in Richtung Innisfail weitergefahren und haben an Wasserfällen angehalten die. Nach einer riesigen Umleitung und ca. einem Kilometer Fußweg durch den Regenwald zum Wasserfall selbst, haben wir realisiert dass wir alles richtig gemacht haben. Es gab insgesamt drei Stopps von denen aus man den Wasserfall betrachten konnte. Ich denke einfach dass in diesem Post die Bilder mehr sprechen sollten als die Worte. 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir den Wasserfall begutachtet hatten, ging es weiter. Dieses Mal hoch in die Tablelands. Dort sind wir an einem Teefeld vorbeigekommen. So grün wie dieses Feld habe ich kaum etwas in meinem Leben gesehen! Die Farm hatte ebenfalls Tee zum Verkauf und so haben wir richtig guten, aber günstigen Tee bekommen! Auf dem Weg in die Tiefen der Atherton Tablelands sind wir dann auf den Skywalk gestoßen. Wir haben uns dann entschieden Tickets zu kaufen und konnten über den Regenwald laufen und die Schönheit der Natur von Far North Queensland genießen! 

 

 

 

 

 

 

Der Urlaub im Urlaub: Airlie Beach & Whitehaven Beach

G'Day ihr Lieben,

 

während unseres gemeinsamen Urlaubs sind mein Partner und ich in den Süden gefahren. Dort haben wir eine Tour zu den Withsundays und dem Whitehaven Beach gebucht.

 

Am 27.06.2017 mussten wir dazu um 7 Uhr morgens am Port Airlie, in Airlie Beach sein. Schon als wir noch im halb dunklen die Stadt betraten, habe ich mich in die wunderschöne Straße mit dem atemberaubenden Meerblick verliebt. Auch die Architektur dort wich eher von dem ab was ich von Australien bereits kennengelernt hatte. Doch ist mir aufgefallen das Airlie hauptsächlich eine Touristenstadt ist. Überall gab es Hotels, Hostels und weiteres.

Da Anfang 2017 ein starker Sturm die Küste Airlies verwüstete, war die Natur nicht so wie immer, der Blick auf die Berge vom Hafen aus war trotzdem sehr schön!

 

Gegen 7.30 Uhr wurden wir dann zum boarden aufgerufen und wir konnten den perfekten Platz im Boot ergattern. Wir saßen draußen halb geschützt von einer Plane, aber haben trotzdem noch leichten Wind abbekommen und hatten den freien Blick aufs Meer. Die Bootsfahrt dauerte ungefähr 2 Stunden und nach einem kleinem Stopp auf Hamilton Island ging es dann gleich weiter zur Whitehaven Bay. Das Boot hielt dann in der nähe des Strandes. Dadurch dass das Wasser sehr niedrig war und sich zusätzlich noch Riff unter uns befand konnten wir nicht weiter mit dem großen Boot fahren und wurden auf kleine umverfrachtet. Nach einem kleinen Fußmarsch durch das Wasser hatten wir dann die Insel erreicht. Ich kann euch sagen, dass ich noch nie in meinem Leben so weißen Sand gesehen habe! Anfangs erschien er etwas gelblich, denn es war ein wenig bewölkt und der Sturm wurde größtenteils von Whitsunday Island abgefangen. Hier konnte man die Sturmschäden noch klarer erkennen als in Aralie Beach, aber wenn ich ehrlich bin, hat diese Katastrophe nur ein weiteres wunder erschaffen. Auf einer Seite hatte man nun zerstörte Bäume und gelblichen Sand und auf der anderen Kristall klares Wasser und papierweißen Sand. Mein Partner und ich hatten uns dann dazu entschieden den ganzen Strand abzulaufen. So haben wir insgesamt eine Strecke von 10km an diesem Tag zurück gelegt. Je weiter wir uns von allen Booten entfernten, desto weißer und unberührter wurde der Strand und der Himmel befreite sich von allen Wolken. Letztendlich hatten wir Kilometer weiten Strand für uns ganz alleine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Ende unserer Halbtagstour haben wir alles perfekt abpassen können und ebenfalls einen guten Sitzplatz bekommen. Nach einem weiteren Stopp auf Hamilton Island ging es dann zurück zu Airlie Beach, wo wir ein kleines Dinner- Date hatten.

Daintrees - unter Krokodilen

G'Day ihr Lieben,

 

heute, am 06.07.2017 hieß es: Früh aufstehen. Mit dem Boot im Schlepptau ging es dann von Atherton über Mareeba und Port Douglas zum Daintrees, einem riesigen Fluss der ins Meers mündet. Zunächst mussten wir das Boot über die Rampe ins Wasser bekommen, ohne an sich ins Wasser zu gehen, denn der Daintree River ist nur so überfüllt von Salzwasserkrokodilen. Das lieft auch problemlos und wir konnten direkt durchstarten. Innerhalb der ersten paar Minuten haben wir ungefähr 4 der mächtigen Reptilien gesehen und ich muss sagen, dass mein Respekt dieser Tiere gegenüber noch einmal um das zehnfache gestiegen ist. Für mich war es immer unvorstellbar, dass es wirklich Krokodile im Meer und in den Flüssen gibt...

Das Wasser des Flusses war an diesem Tag sehr still und somit konnten wir die Geschwindigkeit des Bootes komplett ausnutzen. Allerdings mussten wir acht auf Sandbänke geben, denn dadurch dass der Fluss ins Meer mündet, ist die Tiefe des Wassers sehr unregelmäßig.

 

Wir sind dann zuerst in kleine Mangroven Stücke gefahren, um haben unsere Krebsfallen abgeworfen. Gerade in schlammigen Gegenden fühlen sich die Krabbler nämlich besonders wohl. 

Nach einiger Zeit, nachdem wir alle Fallen platziert hatten, kamen wir dann an der Mündung des Meeres an. Dort haben wir die Angelruten herausgeholt und versucht Fische zu fangen. Leider erfolglos, aber dafür gab es auf dem Rückweg eine richtige Krokodilparade. Überall konnten wir riesige Krokodile liegen sehen! Sobald wir aber an ihnen vorbei fuhren, ließen sie sich ins Wasser gleiten und verschwanden. Dies war besonders gruselig, als wir die Krebsfallen wieder aus dem Wasser ziehen mussten und dem Wasser sehr nah gekommen sind... Glücklicherweise hatte es aber an diesem Tag keines der Krokodile auf uns abgesehen und so konnten wir wieder gemütlich das Boot auf den Autoanhänger laden und es ging innerhalb von 2,5h wieder zurück in die Tablelands nach Atherton.

 

Es ist einfach erstaunlich, was Australien alles zu bieten hat!

 

 

TFN (Steuernummer) und Tax Back (Steuererklärung) für Backpacker

G'Day ihr Lieben,

 

im Juli hat das ,,Tax Year'', bzw. Steuerjahr von 2016 in Australien geendet und das von 2017 begonnen. Deswegen geht es heute mal um die Steuernummer und die Steuererklärung.

 

 

In Australien is man verpflichtet, sobald man arbeitet, Steuern zu zahlen. Dafür muss man zu Arbeitsbeginn eine Steuernummer beantragen bzw. besitzen. Dies gilt für alle Menschen, die in Australien arbeiten und nicht extreme Summen an Steuern abtreten möchten. Also auch für dich wenn du Work & Travel machst und arbeiten möchtest. Die Steuernummer (Tax File Number, kurz: TFN) kannst du ganz einfach Online beim ,,Australian Taxation Office'' beantragen und sie ist kostenlos. Als ,,nicht Staatsbürger Australiens'' brauchst du dazu nur eine Meldeadresse (die meisten Hostels bei denen du zuerst in Australien ankommst erklären sich dazu bereit, dass du ihre Adresse angeben darfst) deine Reisedaten (Reisepass, etc.) und musst die Steuernummer für ,,Foreign passport holders, permanent migrants and temporary visitors'' beantragen. Das Taxation Office schickt dir dann innerhalb von 28 Tagen deine TFN zu. Wenn du direkt nach deiner Ankunft arbeiten möchtest geht das auch. Entweder beantragst du deine Steuernummer vor Ankunft in Australien (da habe ich aber keine Erfahrungen mit gemacht) oder du reichst deine TFN innerhalb von einem Monat bei deinem Arbeitgeber nach. Das stellt dann auch kein Problem dar. Stand September 2017.


Sobald du eine Steuernummer besitzt, zahlst du natürlich weiter Steuern, aber die Höhe wird dann von deinem Wochenlohn bestimmt. Verdienst du weniger als die Mindestgrenze, musst du gar nichts zahlen. Wenn du Farmjobs machst, wirst du mehr zahlen müssen, aber zum Ende des Jahres nochmal eine schöne Summe heraus bekommen! Dieses Jahr zum 01. Januar 2017 haben sich viele Regeln geändert. Hier nochmal ein Link zum nachlesen: ato.gov.au/working-holiday-makers.

 

In Australien ist man dazu verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben. Dies kann man von dem 01. July bis Oktober tun. Dazu muss man seine sogenannten ,,Payslips'', bzw. ,,Group Certificates'', also Zusammenfassungen über den Gesamtverdienst und der bereits gezahlter Steuern, jeder seiner Jobs einreichen. Diese werden einem von jedem Arbeitgeber bis zu dem 15.07 jeden Jahres zugeschickt. Hat man also 5 Arbeitgeber gehabt, muss man auch fünf Abrechnungen (ich weiß nicht ob man sie wirklich Abrechnungen nennen kann) einreichen.

 

Man hat die Möglichkeit dies einfach Online zu machen. Allerdings kann man auch zu Steuerberatern  (,,Tax Agents'') gehen und sich helfen lassen. Ich hatte mich für die Hilfe entschieden, da mein Fall etwas schwieriger war. Schließlich hatte ich auch noch vor den Regeländerungen in 2017 gearbeitet. Für den ganzen Prozess musste ich insgesamt AUD119 bezahlen (für Backpacker ist es immer mehr, da man ja viel mehr Dokumente zu bearbeiten hat) aber hatte dadurch überhaupt keine Probleme und alles ist Stressfrei von der Bühne gegangen. Zudem hat es sich auch gelohnt, wenn ich bedenke wie viel Geld ich am Ende vom Staat wieder bekommen habe. Hier ist mein Tax Office in Atherton, welches ich wärmstens empfehle. Ihr könnt euch auf einen professionellen und zuverlässigen Service einstellen.

 

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig helfen. Wenn ihr weiter Fragen habt, schreibt mich gerne an! Ich weiß wie verwirrend dieser Papierkram zu Beginn sein kann!

Linksverkehr in Australien

G'Day ihr Lieben, 

 

heute geht es mal ein wenig um den Verkehr in Australien. Wie einige von euch wissen wird hier auf der linken Seite gefahren, was anfangs, denke ich, für alle Neuankömmlinge sehr gewöhnungsbedürftig ist. 

Auch für mich war es wieder eine Umstellung nachdem ich nach drei Jahren wieder nach Australien gekommen bin... 

 

Zuerst solltet ihr euch angewöhnen umgekehrt über die Straße zu gucken. Also anstatt das gewohnte links-rechts-links dann auf rechts-links-rechts umzusteigen. Denn ihr werdet schnell merken, nicht nur beim Autofahren müsst ihr vorsichtig sein, sondern auch bei für euch eigentlich ganz natürlichen Vorgängen, wie z.B. die Straße zu überqueren. 

Von dort aus solltet ihr euch langsam steigern. Also wenn möglich nicht direkt ins Auto uns los fahren, denn es gibt auch einige Verkehrsregeln die hier anders sind. Diese solltet ihr euch vorher aneignen.

 

Fangen wir mal mit den einfachen Dingen an. 

Wenn ihr in Australien über Ampeln geht (und das solltet ihr zu Beginn tun um euch nicht aus Versehen mit den Straßenseiten zu vertun), werden sie ziemlich schnell nachdem sie grün anzeigen auf Zahlen umschwingen. Dies sind die Zeitsekunden die ihr habt, bevor die Ampel für euch rot wird. So weiß man genau bescheid, ob man lieber auf einer Insel anhalten sollte oder man weiter gehen kann. Generell sind die Ampeln auch nicht zu überhören, da sie eine Blindenfunkgion haben.

 

Traut ihr euch dann endlich ins Auto, solltet ihr euch eins merken: Der Farer sitzt immer mit der Seite zur Fahrbahn (sowohl in Deutschland als auch in Australien)! Falls ihr also mal einen kleinen Aussetzer habt und nicht wisst, auf welcher Seite ihr gerade fahren solltet, könnt ihr euch an diesen Tipp erinnern. 

In Australien ist das Lenkrad auf der rechten Seite und die Schaltung links von einem. Anfangs habe ich dann ab und zu mit meiner Hand geben die Tür gehauen weil ich schalten wollte, haha... irgendwann gewöhnt man sich da aber dran!

Zu Beginn solltet ihr euch nicht allzu große Sorgen um Überholen, etc. machen. Geht es erst einmal langsam an und stellt vielleicht auch sicher dass die ersten paar Male immer eine zweite Person mit euch im Auto sitzt.

 

Wenn ihr dann einigermaßen sicher seid, wundert euch nicht über einige australische Autofahrer.

Generell wird einem immer sehr nah aufgefahren, denn irgendwie hält in Australien keiner etwas von dem Sicherheitsabstand. Das hat mich dann schon sehr oft genervt, weil ich ihn gerne halten wollte, aber dadurch noch gefährlichere Situationen entstanden sind, da andere Autofahrer sich in die Lücke reinquetschen wollten und mich dann ausgebremst haben...

 

Achtet immer auf eure Geschwindigkeit und lasst euch nicht von eurem Hintermann verrückt machen! Die Polizei ist wirklich überall present und blitzt wie verrückt. Zudem sind Strafzettel auch extrem teuer und man kann sie sich als normaler Backpacker eigentlich nicht leisten...( Ich wurde einmal geblitzt und durfte für 7km/h über der Geschwindigkeit gleich $160,00 bezahlen)! Wer euch überholen will, der überholt dann eben! 

Fahrt auch nicht schneller als ihr es euch zutraut. Mein Partner und ich sind zum Beispiel regelmäßig die Kuranda - und Gillies Range gefahren. Das sind Serpentinen und man kann dort teilweise nur 30km/h fahren um sicher zu sein, obwohl 40km/h ausgeschildert sind. Sehr oft wird man aber auch von anderen mit 70-80km/h überholt...

Macht euch aber auf keinen Fall verrückt! Fahrt so, dass ihr sicher seid! 

Allerdings gibt es eine Regel in Australien, die besagt, dass es verboten ist, 20km/h unter der Geschwindigkeitsangabe zu fahren. Das sollte aber auch kein Problem für euch sein, denn diese sind in den meisten Fällen sehr realistisch aufgestellt.

 

Eine kleine Anekdote: 

Nachdem ich spät Nachts mit 45km/h auf einer 60km/h Strecke auf dem Weg nach Hause war, wurde ich von der Polizei angehalten, da ich zu langsam war, musste meinen Führerschein vorzeigen und einen Drogen- und Alkoholtest machen. Natürlich war dieser negativ und ich durfte dann weiter fahren, aber es war trotzdem mal eine Erfahrung wert. Allerdings muss ich sagen, dass ich zuerst garnicht wusste, dass ich angehalten werde, denn in Australien wird nur das Licht angemacht und die Sirenen erklingen ... Da dies ja in Deutschland auf einen Notfall hindeutet, wollte ich den Polizeiwagen passieren lassen, bis ich dann endlich merkt hatte, dass es um mich ging, haha. 

 

Ich kenne leider einige Freunde, dessen Familienmitglieder bei Autounfällen ums Leben gekommen sind, denn diese sind hier wirklich nicht selten... Ich kann euch sogar Erfahrungen aus erster Hand geben, von meinem Autounfall im Oktober 2016 (hier mehr dazu). Nehmt also bitte Acht auf euch und fahrt behutsam und aufmerksam! Gerade wo ihr so viel umdenken müsst, ist die Gefahr etwas höher dass etwas passiert.  Ich wünsche euch ansonsten eine gute Fahrt!